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NWZonline.de Nachrichten Politik

Scharfe Worte im Nahen Osten

01.06.2019

Mekka /Riad /Teheran Nach den arabischen Anti-Iran-Gipfeln in der saudischen Stadt Mekka wachsen die Spannungen im Nahen Osten weiter. Saudi-Arabien und die anderen arabischen Staaten warfen dem Iran am Freitag in Abschlusserklärungen zweier Krisentreffen vor, die Region zu destabilisieren. Das Land unterstütze Terror und mische sich in Angelegenheiten anderer Staaten der Region ein, hieß es darin. Der saudische König Salman rief die internationale Gemeinschaft auf, den Iran zu stoppen. Dessen „zerstörerische“ Aktivitäten bedrohten die internationale Schifffahrt und die Versorgung der Welt mit Öl.

Die Regierung in Teheran wies die Anschuldigungen zurück. „Saudi-Arabien hat den heiligen Monat Ramadan und die heilige Stadt Mekka politisch ausgenutzt, um im Namen anderer Länder grundlose Behauptungen gegen den Iran in die Welt zu setzen“, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi.

Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen, die in der Region um Macht und Einfluss ringen. Um andere Länder um sich zu scharen, hatte die saudische Führung die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) und der Arabischen Liga zu Krisengipfeln in Mekka eingeladen. Dem GCC gehören sechs Staaten der Arabischen Halbinsel an. Die Arabische Liga zählt mehr als 20 Mitglieder aus der Region. Beide Organisationen werden von Saudi-Arabien dominiert.

Saudi-Arabien und seine Verbündeten machen den Iran für Angriffe in der Region verantwortlich. Vor allem die Regierung in Riad und die USA haben ihren Ton gegenüber Teheran verschärft. Washington entsandte zudem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten.

Beide sehen den Iran etwa hinter Sabotageakten gegen vier Handelsschiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). US-Außenminister Mike Pompeo sagte, der Nationale Sicherheitsberater John Bolton werde kommende Woche den UN Beweise vorlegen, dass der Iran die Angriffe auf die Schiffe durchgeführt habe.

Die Bundesregierung will im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine ausgleichende Rolle einnehmen. „Wir wollen deeskalierend wirken“, sagte der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), im ARD-„Morgenmagazin“. Er sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung im Persischen Golf“.

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