Bischkek - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zuversichtlich gezeigt, dass trotz Ukraine-Krise eine Entspannung im Verhältnis zu Russland möglich ist. „Wenn alle guten Willens sind, dann können wir es schaffen, und dann werden wir uns auf andere Themen wieder konzentrieren können“, sagte sie am Mittwoch bei ihrem Besuch in Bischkek, der Hauptstadt der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kirgistan.

Merkel sprach sich auch für engere Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsunion aus, deren führendes Mitglied Russland ist und der auch Kirgistan, Armenien, Weißrussland und Kasachstan angehören. „Da haben wir noch ein Stück Arbeit vor uns, aber ich befürworte das im Grundsatz“, sagte sie. Der kirgisische Präsident Almasbek Atambajew plädierte für eine gemeinsame Wirtschaftszone von Lissabon im Westen der EU bis Wladiwostok im Osten Russlands.

Merkel reist von der kirgisischen Hauptstadt Bischkek in die Mongolei weiter. In Ulan Bator findet am Freitag und Sonnabend der Asien-Europa-Gipfel statt, an dem auch der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew teilnimmt.