München - Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) ist bei der Untersuchung von Panzer-Deals mit Griechenland auf Millionenzahlungen an eine Firma zweier Ex-SPD-Bundestagsabgeordneter gestoßen. Das berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Ergebnisse der Untersuchung, die KMW wegen Schmiergeld-Vorwürfen im Zusammenhang mit Griechenland-Geschäften selbst eingeleitet hatte.
Demnach flossen in den Jahren 2000 bis 2005 „heimlich“ mehr als fünf Millionen Euro von KMW an die Beratungsgesellschaft der Ex-Politiker. Der Verwendungszweck sei nach Beurteilung der von KMW eingeschalteten Wirtschaftsprüfgesellschaft nicht nachvollziehbar, hieß es. Dem Bundestag gehörten die beiden Politiker zum damaligen Zeitpunkt lange nicht mehr an: Die beiden Verteidigungsexperten waren 1990 beziehungsweise 1994 aus dem Parlament ausgeschieden.
Hintergrund ist eine Affäre um Millionen-Schmiergelder, die Vertreter von Rüstungskonzernen, darunter deutschen, an Spitzenbeamte in Athen gezahlt haben sollen. Dabei soll es um milliardenschwere Waffengeschäfte gegangen sein, darunter auch ein Deal mit 24 KMW-Panzerhaubitzen.
