Neerstedt - Der direkte Kontakt zwischen der Elterninitiative zum Erhalt der Förderschule Sprache in Neerstedt und der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt: Er ist jetzt tatsächlich zustande gekommen. Das allein ist schon eine Nachricht nach den monatelangen vergeblichen Versuchen der Initiative um die Vorsitzende Bianca Meyer, mit der Ministerin zu sprechen.
Der Vorstand der Elterninitiative traf sich mit der Kultusministerin im Hannoveraner Landtag. Der hiesige Landtagsabgeordnete Axel Brammer hatte sich stark für das Gespräch eingesetzt. Zugegen waren auch die Landtagsabgeordneten Renate Geute (SPD), Ansgar Focke (CDU) und Christian Dürr (FDP). Das geballte Auftreten der hiesigen Parlamentarier darf als Bekenntnis zur Arbeit der Sprachheilschule gewertet werden. Der Landkreis Oldenburg war durch Axel Lindemann (Schulamt) vertreten.
Bianca Meyer über das Gespräch: „Frau Heiligenstadt hörte sich unser Anliegen, unsere Sorgen und Vorschläge an, wir hatten das Gefühl, sie nimmt uns ernst. Wir stellten unser Konzept vor.“
Heiligenstadt erläuterte danach das von der Landesregierung angestrebte Schulgesetz. Meyer: „Es wäre ein gangbarer Weg, wenn es denn tatsächlich so umgesetzt werden kann, wie es uns erklärt wurde.“ Die Initiative sieht aber die Gefahr, dass die „geplante Grundschule mit inklusivem pädagogischen Profil Sprache“ personell ausgedünnt werde. Meyer daher: „Wir bleiben bei diesem Thema weiterhin am Ball.“
Die Einladung an die Ministerin, sich selber einen Eindruck vom Alltag an der Sprachheilschule Neerstedt zu machen, steht weiter im Raum. Neben der Initiative hatte sie auch der Landkreis ausdrücklich angesprochen. Bisher ist kein Termin bekannt.
