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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mit Härte und Ellenbogen ins Kanzleramt

09.01.2007

WIEN WIEN - Österreich wird künftig von einer rot-schwarzen Großen Koalition regiert mit dem Sozialdemokraten Alfred Gusenbauer (46) als Bundeskanzler. Darauf einigten sich die Spitzen der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) und der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) nach 99-tägigen, zähen Verhandlungen.

Die Volkspartei erhält in dem auf 14 Minister erweiterten Kabinett unter anderem das einflussreiche Finanz-, das Außen-, das Innen- und das Wirtschaftsministerium und stellt den Vizekanzler. Die SPÖ übernimmt unter anderem das Verteidigungs- und das Justizressort.

Ob der noch amtierende Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (61) von der ÖVP dem Kabinett angehören wird, war zunächst nicht bekannt. Beide Parteien wollen das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zunächst von ihren jeweiligen Spitzengremien am Dienstag billigen lassen. Unklar ist auch, ob der umstrittene Finanzminister Karl-Heinz Grasser bleibt.

Alfred Gusenbauer ist damit am Ziel, und kaum jemand hatte ihm das zugetraut: Er wird der elfte Bundeskanzler Österreichs. Dabei galt der Vorsitzende der Sozialdemokraten bei den Meinungsforschern bereits als geschlagener Mann, als er Mitte 2006 in den Wahlkampf zog. Ein weiterer Sieg der konservativen Volkspartei (ÖVP) – mit Wolfgang Schüssel an der Spitze – bei den Nationalratswahlen am 1. Oktober schien sicher. Doch „Gusi“, der selbst nach Meinung seiner Freunde schon als Kind immer nur „Bundeskanzler“ werden wollte, kämpfte. Mit harten Attacken gegen Kanzler Wolfgang Schüssel und zahllosen Wahlversprechen schaffte er das fast Unmögliche. Die SPÖ wurde mit 35,3 Prozent der abgegebeben Stimmen stärkste Parlamentsfraktion vor der ÖVP (34,3 Prozent), die damit den Regierungsanspruch verlor.

Als der Politikwissenschaftler vor knapp sieben Jahren den Vorsitz der Sozialdemokraten übernahm, war er der jüngste SPÖ-Parteichef der Nachkriegsgeschichte. Selbst in der eigenen Partei war Gusenbauer nicht sonderlich beliebt und galt lediglich als Zwischenlösung. Gusenbauer sieht sich als Pragmatiker, der allerdings das sozialdemokratische Gesellschaftsmodell bevorzugt. Der Unterschied zur Regierung Schüssel: „Die neue (Regierung) wird eine der sozialen Wärme sein.“

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