Friedrich-August-Hütte - Junge Straftäter mit sozialpädagogischen Mitteln wieder auf die richtige Bahn bringen – und nicht ins Gefängnis – ist das Ziel der Jugendhilfe. In Friedrich-August-Hütte und in Brake betreibt der gemeinnützige Verein zwei Betreuungszentren für straffällige Jugendliche aus dem Landkreis Wesermarsch.

Wie es um die Finanzierung der Einrichtungen bestellt ist, fragten bei einem Besuch in der Nordenhamer Einrichtung in der Blexersander Straße Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter und der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Helge Limburg. Sie nahmen dazu an einer Beiratssitzung des Trägervereins statt, in dem Jugendrichter, Vertreter der Stadtverwaltung und des Landkreises einmal im Monat zusammenkommen. Rechtsanwalt Jost Richter, Amtsgerichts-Direktorin Dr. Claudia Peplau, Jugendrichterin Wiebke Mangels, Ordnungsamtsleiter Rudolf Müller, Jugendgerichtshelfer Christian Arnold und der Braker Einrichtungsleiter Michael Frey gaben Auskunft über die Arbeit mit den Jugendlichen.

Die Finanzierung der Einrichtungen sei gewährleistet, jedoch werden die Mittel insbesondere des Landes mit Blick auf die steigenden Ausgaben weniger, sagte Vorsitzender Jost Richter. Außerdem ist die Finanzierung nur für zwei Jahre gesichert. Die Jugendhilfe bestreitet 37 Prozent der Einnahmen aus Eigenmitteln, 38 Prozent kommen vom Landkreis und 25 Prozent vom Land. 40 Teilnehmer werden in beiden Einrichtungen betreut.