Molbergen - Da kann man sich noch so viel Mühe geben und alles perfekt vorbereiten, einige Situationen kann man einfach nicht verhindern. Und so kam es nach der Rede von Landrat und OM-Verbund-Präsident Johann Wimberg beim klasse vorbereiteten Oldenburger Münsterland-Cup für E-Junioren-Fußballer zu einem verfrühten Aufbruch der Mannschaften. Die hatten sich nach ihrem Marsch auf die schmucke Sportanlage um die Ehrengäste herum platziert und den Wimberg-Satz „Zeit, dass sich was dreht“, wohl als Aufbruchsignal zu den verschiedenen Plätzen verstanden. So herrschte um ihn herum schon ein großes Gewusel, als Bürgermeister Ludger Möller seine Rede hielt. Aber das scheidende Gemeinde-Oberhaupt ließ sich nicht beirren und erst recht nicht die gute Laune verderben, so dass alles gut weiterlief.
Zum Beispiel, als Möller zum zweiten Mal spontan reagieren musste. Vor dem ersten Anstoß, den Wimberg zusammen mit OM-Verbund-Geschäftsführer Jan Kreienborg ausführen sollte, passte der Cloppenburger Landrat plötzlich auf den Bürgermeister, der erneut gut reagierte.
Zuvor hatte der Cloppenburger OM-Cup-Beauftragte Christian Albers die beeindruckenden Zahlen des 21. OM-Cups bekanntgegeben: 1145 E-Junioren-Kicker sowie 322 Trainer und Betreuer waren in Molbergen zusammengekommen.
Und so sagte Wimberg dann auch, dass „unser Ereignis mindestens ebenso schön ist wie die Frauenfußball-WM in Frankreich und die U-21-EM in Italien“. Zumal das Oldenburger Münsterland ja eine familienfreundliche Region sei, da passe so ein Turnier gut zu. Zudem nannte er Andreas Göken, Erwin Budde und Christian Albers beispielhaft für die tolle Arbeit, die die Molberger und der NFV-Kreis-Jugendausschuss im Vorfeld geleistet hatten.
„Das Turnier wirkt sehr positiv für den Zusammenhalt des Dorfes“, freute sich auch Bernd Götting, der Molberger Pressebeauftragte während des OM-Cups. Dass Sport verbindet, ist halt mehr als eine Floskel.
Und so lief es dann auf den Spielfeldern weitestgehend so ab, wie Albers es zuvor gefordert hatte. „Fairness und Respekt sind wichtiger als Tore“, hatte der OM-Cup-Beauftragte den Teilnehmern mit auf den Weg gegeben.
Und so spielten die Kinder fair und dennoch mit dem nötigen Ehrgeiz. Der schien bei dem einen oder anderen Trainer oder Elternteil allerdings deutlich größer zu sein. Das wurde wahrscheinlich hier und da mit Heiserkeit bestraft.
