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Küstenschutz Neues Siel kostet 900 000 Euro

MOORHAUSEN - Nach nur einjähriger Bauzeit ist das neue Ohmsteder Siel im Gebiet der Moorriem-Ohmsteder Sielacht fertiggestellt worden. „Die Tore sind einwandfrei dicht“, sagte Jürgen Büsing bei der Bauabnahme am Dienstagnachmittag. Der Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes mit Sitz in Brake ergänzte, dass die neuen beiden Stemmtore und das Hubschütz in der zurückliegenden Woche überprüft worden seien. Für das neue Siel und das Schöpfwerk sei nach wie vor der Schöpfwerkswärter Hans-Hermann Mohrmann zuständig, der diese Aufgabe seit 2005 wahrnehme, sagte er.

Bauleitung beim NLWKN

Wie Leenert Cornelius mitteilte, belaufen sich die Gesamtkosten für das Projekt auf rund 900000 Euro. Der II. Oldenburgische Deichband als Bauherr habe sich um die Finanzierung gekümmert, betonte der Verbandsvorsteher weiter. Es seien Mittel für den Küstenschutz geflossen. Rund 30 Prozent der Baukosten hätten das Land Niedersachsen und die übrigen 70 Prozent der Bund aufgebracht. Die Bauleitung oblag dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) der Braker Betriebsstelle. Die Mitarbeiterin Sandra Sieger bestätigte, dass alle Arbeiten ordnungsgemäß vorgenommenen worden seien.

Den Neubau hatte bereits seit vielen Jahren Gustav Büsing, der Vorgänger von Jürgen Büsing, angemahnt. Das Ohmsteder Siel war 1915 nach einer schweren Sturmflut erbaut und der Deich im Jahr 1965 sogar noch erhöht worden. Es hätte lange gedauert, diese Maßnahme auf den Weg zu bringen, merkte Leenert Cornelius dazu an. Die Erneuerung und Verstärkung der Deiche an der Küste sei jedoch vordringlicher gewesen. Das fertiggestellte Bauwerk sei jetzt richtig gut anzuschauen und würde seinen Zweck hundertprozentig erfüllen, freute sich der Verbandsvorsteher über die ansehnliche Umsetzung des Bauvorhabens.

Über den Pandsgraben neben dem begradigten Alten Wolfsdeich wird das etwa 320 Hektar umfassende Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen entwässert. Die Wasserstände hatten bis zum Neubau noch durch das alte Siel reguliert werden können. Weil das nun nicht mehr möglich ist, soll nach den Worten von Jürgen Büsing im nächsten Jahr – etwa 100 Meter weiter nordwestlich im Pandsgraben – eine Wasserregulierungsanlage errichtet werden. Die Mittel über 200000 Euro stünden schon bereit.

Fläche von 625 Hektar

Über das Ohmsteder Siel wird insgesamt eine Fläche von 625 Hektar entwässert. Neben dem Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen zählen auch noch die Ohmsteder Wiesen zum Einzugsgebiet des Siels an der Hunte.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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