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NWZonline.de Nachrichten Politik

Beziehungen Russland-Usa: Moskau hofft auf Neustart mit Donald Trump

18.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-18T05:15:52Z 280 158

Beziehungen Russland-Usa:
Moskau hofft auf Neustart mit Donald Trump

Moskau/Washington Russland erhofft sich vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump einen umfassenden Neuanfang im schwierigen bilateralen Verhältnis – und nimmt ihn gegen Sexvorwürfe in Schutz.

Kremlchef Wladimir Putin hält die Sexvorwürfe gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump im Zusammenhang mit Moskauer Prostituierten im Jahr 2013 für unglaubwürdig. „Sie (die Prostituierten) sind natürlich die besten der Welt. Ich bezweifle aber, dass Trump sich darauf eingelassen hat“, sagte der russische Präsident am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Seiner Ansicht nach handelt es sich dabei um Falschinformationen, die für einen „politischen Kampf“ verwendet werden, fügte Putin hinzu. US-Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass Geheimdiensten bislang nicht überprüftes Material vorliege, mit dem Trump erpressbar gemacht werden solle.

Der russische Präsident betonte, er habe Trump noch nie persönlich getroffen. Bislang sei auch kein Treffen geplant.

Gute Beziehungen

Russlands Außenminister Sergej Lawrow setzt allerdings große Hoffnung auf Trumps Amtsantritt: „Donald Trump will, dass jedes Land für seine eigene Entwicklung verantwortlich ist. Das trifft sich mit unserem Ansatz“, sagte Lawrow am Dienstag in Moskau.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Lawrow listete bei seiner jährlichen Pressekonferenz viele Bereiche auf, in denen Russland mit der neuen US-Führung ins Gespräch kommen wolle – von Syrien über den Kampf gegen Terrorismus bis zu strategischer Stabilität.

„Wenn Trump sagt, dass für ihn der Kampf gegen den Terrorismus Vorrang hat, dann können wir das nur begrüßen“, sagte Lawrow. Der internationale Terrorismus sei auch 2016 die größte Gefahr für die Weltsicherheit gewesen. Die scheidende US-Führung von Präsident Barack Obama habe außer Worten wenig zu dem Kampf beigetragen. Zwar habe auch Obama zuletzt versucht, den Dialog in diesen Fragen wiederzubeleben. „Wir haben uns getroffen, weil wir höfliche Leute sind, doch hauptsächlich werden wir das mit der Trump-Administration besprechen“, sagte Lawrow.

Insgesamt werde sich aber erst nach Trumps Amtsantritt zeigen, „wie sich die Beziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt ordnen“, sagte Lawrow. „Und ich sage extra ,Rest der Welt‘, weil Trump sehr eigene Ansichten hat.“

Schlechte Umfragewerte

Diese sehr eigenen Ansichten führen offenbar auch dazu, dass Trump seine Amtszeit an diesem Freitag als unbeliebtester Präsident seit mindestens 40 Jahren beginnt. Nur 40 Prozent äußerten sich in der Umfrage vom Sender ABC und der „Washington Post“ zustimmend zu Trump. Bei Barack Obama waren es im Jahr 2009 fast doppelt so viele gewesen (79 Prozent). George W. Bush kam auf 62, Bill Clinton auf 68 Prozent.

54 Prozent der Befragten finden, dass Trump mit der Phase der Machtübergabe nicht gut umgegangen ist. Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent hält ihn für qualifiziert, US-Präsident zu sein. Seine Kabinettsentscheidungen werden überwiegend kritisch gesehen. Trumps generellen Umgang mit Russland finden 43 Prozent zu freundlich, aber 40 Prozent genau richtig.

Weitere Nachrichten:

The Washington Post | Interfax