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NWZonline.de Nachrichten Politik

Agenten-Krimi im Kreml

16.09.2019

Moskau /Washington Vom wichtigsten Agenten des US-Auslandsgeheimdienstes CIA im Kreml ist die Rede. Von einem Mann mit direktem Zugang zu Präsident Wladimir Putin. Vom Kronzeugen, der Russlands Einmischung in den US-Präsidentenwahlkampf von Donald Trump und Putins direkte Order dazu bestätigt haben soll. Sollte stimmen, was russische und US-Medien seit Tagen berichten, dann dürfte dies der spektakulärste Fall von Spionage zwischen den beiden Ländern seit Jahren sein. Und es wäre für den Ex-Geheimdienstchef Putin besonders peinlich, sollte er in seiner Nähe einen CIA-Spion gehabt haben.

In diesem Agententhriller kommen die Details nur bruchstückhaft ans Licht. Offiziell bestätigt ist, dass der ranghohe Beamte Oleg Smolenkow bis 2017 im Kreml gearbeitet habe. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dass er dann entlassen worden sei. Den Grund nannte er nicht. Unbekannt ist auch, ob und inwieweit Smolenkow tatsächlich Zugang zu Putin hatte.

Die „Washington Post“ schrieb, Smolenkow sei früher Diplomat in der russischen Botschaft in Washington unter dem langjährigen Botschafter Juri Uschakow gewesen. Er habe weiter für Uschakow gearbeitet, als dieser zu Putins außenpolitischem Berater ernannt wurde. Die Moskauer Zeitung „Wedomosti“ berichtete, Smolenkow solle dabei zwar keinen Zugang zu Staatsgeheimnissen, aber doch zu Informationen gehabt haben, die die USA interessierten. Demnach hätten Kollegen im Kreml Smolenkow auch als besonders wissbegierig in Erinnerung.

Der US-Sender CNN sprach von einem „Top-Spion“, der sogar Bilder von Dokumenten auf Putins Schreibtisch geliefert habe. Die „New York Times“ berichtete, der schon vor langer Zeit rekrutierte Informant sei zu einer der wichtigsten und am besten geschützten Quellen des US-Geheimdienstes CIA geworden. Die von ihm vor 2016 gelieferten Informationen seien so brisant gewesen, dass der damalige CIA-Direktor John Brennan die Depeschen darüber in eigens versiegelten Umschlägen ans Weiße Haus geschickt habe.

Die US-Geheimdienste stellten im Januar 2017 einen außergewöhnlich detaillierten Bericht über russische Einmischung in die Präsidentenwahl vor. Sie kamen zu dem Schluss, dass Putin persönlich die Kampagne angeordnet habe – mit dem Ziel, das öffentliche Vertrauen in den demokratischen Prozess in den USA zu untergraben und die Wahlchancen Donald Trumps zu verbessern. CNN berichtete, der Spion sei 2017 aus Sicherheitsgründen abgezogen worden. Bestätigt ist, dass Russland nach Smolenkow fahnden lassen will.

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