Barßel - Die Jugendlichen in der Gemeinde Barßel wünschen sich mehr Spielplätze und einen gemeinsamen Treffpunkt. Dies ist das Ergebnis der Zukunftswerkstatt „Generationen im Dialog“, die am 20. Juni im Schulzentrum an der Westmarkstraße 3 in Barßel stattgefunden hat. Wie berichtet, hatte diese Svenja Krahl initiiert.
Ideen gesammelt
Die 19-Jährige gebürtige Barßelerin absolviert derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Politik in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Emsland in Papenburg. Das Projekt ist Teil des FSJ. Am Donnerstagmittag stellte Krahl zusammen mit Barßels Bürgermeister Nils Anhuth die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt im Rathaus am Theodor-Klinker-Platz 1 vor.
Insgesamt haben fünf Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren am Projekt teilgenommen, Barßel erkundet und sich dabei auf vier Aspekte konzentriert: Menschen, Stimmung, Objekte und Orte für Jugendliche. Sie sammelten Ideen für die Zukunft des Ortes und betrachteten den demografischen Wandel dort aus ihrer Sicht. Was bei der Erkundung direkt ins Auge sprang: „Im Ortskern ist der Leerstand vieler Gebäude sofort bemerkbar. Gerade im Zentrum ist dieses Problem nicht zu übersehen“, sagte Krahl und nahm dabei Bezug auf die Kreuzung Lange Straße/Ammerländer Straße.
Konzept überlegen
„Das Thema Leerstand ist nicht ganz einfach“, sagte Bürgermeister Anhuth. „Es steht bei uns ganz oben auf der Agenda.“ Es gebe extra einen Arbeitskreis, der sich damit beschäftige (die NWZ berichtete).
Bei der Ausstattung der öffentlichen Plätze sei aufgefallen, so Krahl, dass oft Sitzmöglichkeiten fehlten, zum Beispiel am Hafen und im Zentrum. Gleiches gelte für Mülleimer. Die Folge: Es kommt vermehrt zu Verschmutzungen im Ort.
„Das höre ich nicht zum ersten Mal“, sagte Anhuth. „Es ist gut denkbar, dass wir uns ein Konzept überlegen, wo Sitze und Mülleimer fehlen. Ich werde das Thema den Fraktionsvorsitzenden vortragen“, kündigte der Bürgermeister an. Man wolle versuchen, über die Leader-Region Fehngebiet Fördergelder zu erhalten.
Ein großer Anlaufpunkt, so Krahl, sei für Jugendliche der Schulhof des Schulzentrums. Dort gibt es einen Fußballplatz, ein Basketballfeld und eine Skaterbahn sowie genügend Sitzmöglichkeiten. Letztere, so die 19-Jährige, seien den Jugendlichen wichtig bei der Suche nach einem Treffpunkt. Ein weiterer wichtiger Treffpunkt sei der Hafen.
Im Bereich des Schulhofes wurde angeregt, die Beleuchtung der Plätze auszubauen. Angemerkt wurde auch, dass viele Jugendlichen nicht wissen, dass es das Jugend- und Begegnungszentrum (JuBZ) neben dem Schulzentrum, Schulweg 3, gebe, wo sie viele Beschäftigungsmöglichkeiten haben. „Wir werden uns die Beleuchtung ansehen“, sagte Anhuth. Er wolle mit Gemeindejugendpfleger Hartmut Börchers überlegen, wie man das JuBZ bekannter machen könne.
In Spielplätze investieren
Ein weitere Punkt, der bemängelt wurde, waren fehlende Spielplätze. Hier widersprach Anhuth. Zudem seien 100 000 Euro im Haushalt der Gemeinde eingeplant, die in Spielplätze investiert werden. 45 000 Euro davon werden ein Klettergerüst für den Spielplatz am Hafen investiert. Mit dem Rest sollen diverse Spielplätze in Wohnsiedlungen aufgerüstet werden.
Insgesamt, so Krahl, hätten die 16- bis 19-Jährigen festgestellt, dass die Jugend sich trotz diverser Verbesserungsvorschläge in Barßel wohlfühlt. Viele könnten sich vorstellen, nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium in ihr Heimatdorf zurückzukehren.
