MüNCHEN - MÜNCHEN/DPA - Im Münchner Terroristen-Prozess hat sich der Neonaziführer Martin Wiese am Mittwoch massiv gegen seine Mitangeklagten gewandt. „Sie werden sich noch in den Arsch beißen, dass Sie das gemacht haben!“, drohte der 29-Jährige den Anwälten seiner beiden geständigen Mitangeklagten. Die Geständnisse hatten am Vortag nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft „eine Wende“ in dem Prozess herbeigeführt.
Wiese sagte am Mittwoch in seiner Befragung, er wolle „weder ein Drittes noch ein Viertes Reich“. Der Vorsitzende Richter zitierte einen Brief Wieses aus der Gefängniszelle, in dem sich Wiese zum Nationalsozialismus bekennt. „Heil Dir!“ grüßte er darin einen Gleichgesinnten. Unterschrieben war der Brief mit „Heil Hitler“. Wiese distanzierte sich am Mittwoch nicht von dem Schreiben.
