MüNSTER - Mehr als fünf Jahre nach dem Tod des FDP- Politikers Jürgen Möllemann ist am Mittwoch am Amtsgericht Münster das Insolvenzverfahren über sein Vermögen beendet worden. Aktivposten in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro hätten Schulden in Höhe von 4,4 Millionen Euro gegenüberge-standen, sagte Insolvenzverwalter Norbert Kruse. Hauptgläubiger ist das Finanzamt, das nun auf Forderungen über rund drei Millionen Euro sitzen bleiben wird.

Möllemann war am 5. Juni 2003 bei einem Fallschirmsprung ums Leben gekommen. Das von Möllemann nach seinem Tod hinterlassene Vermögen besteht vor allem aus Immobilienwerten. Ein Ferienhaus auf der Insel Gran Canaria war ebenso Teil der Insolvenzmasse wie die Hälfte seines Anwesens in seiner Heimatstadt Münster. Dieser Teil des Vermögens war aus der Insolvenz heraus an Möllemanns Witwe Carola Möllemann-Appelhoff verkauft worden.

Die Steuerschulden gehen unter anderem auf Geschäfte Möllemanns zurück, die er über seine Firma WebTec abgewickelt hatte. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll er unter anderem Parteispenden eingeworben und nicht ordentlich versteuert haben.