MüNSTER - Unternehmen profitieren laut einer Studie langfristig von einer familienbewussten Personalpolitik. Sie verbessert Image, Zeitabläufe und Fehlzeitenquote von Firmen, wie aus der am Montag vorgestellten Untersuchung der Uni Münster und der Steinbeis-Hochschule Berlin hervorgeht.
„Die positive Signalwirkung eines familienbewussteren Images zieht außerdem Bewerber an“, so Projektleiterin Irene Gerlach vom Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) der Uni Münster. Damit lasse sich dem abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Eine familienbewusste Personalpolitik führt laut Studie auch zu kürzeren Elternzeiten und weniger Ausfällen durch erkrankte Kinder.
Den befragten Unternehmen sei es gelungen, die Elternzeit im Durchschnitt um 10 Prozent auf 21,9 Monate zu verringern und die Fehlzeitenquote durch Krankheit von 7,7 Prozent auf 5,7 Prozent zu senken. Grund seien gute Betreuungsmöglichkeiten, um die die Firmen sich selbst bemühten. Andere Unternehmen müssten dagegen durch die gesetzliche Elternzeit oft bis zu 36 Monate auf Mitarbeiter verzichten und eine Vertretung einarbeiten. Diese Überbrückungskosten ließen sich einsparen, wenn sie eine Kinderbetreuung organisierten.
