Munster - Nach dem Fund von Resten chemischer Kampfstoffe im Grundwasser bei Munster (Heidekreis) sind bei den Arbeiten am zugeschütteten Dethlinger Teich bereits rund 180 Granaten geborgen worden. Das teilte eine Kreissprecherin mit. Alle seien ohne Zünder und erkennbare Leckagen gewesen, vermutlich handele es sich um Kampfstoffgranaten. Die erste sei am 8. Oktober gefunden worden. „Die Granaten haben einen Durchmesser von 10,5 und 15 Zentimetern“, sagte die Sprecherin.

In der kommenden Woche sollen die ersten Funde in Munster untersucht werden. Dort hat die Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbH ihren Sitz. Sie ist als einzige deutsche Firma berechtigt, Chemiewaffen systematisch zu vernichten.