Friesland - Zweieinhalb Jahre lang haben die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Landkreisen Friesland und Wittmund über einen Haustarifvertrag für die Volkshochschule Friesland-Wittmund gedauert. Nun haben sich beide Seiten geeinigt: Rückwirkend zum 1. September 2015 erhalten die „nicht gestellten“ Mitarbeiter mehr Geld.
Nicht gestellt sind alle Mitarbeiter, die nach der Fusion der beiden Kreis-Volkshochschulen Frieslands und Wittmunds und Gründung der GmbH im Jahr 2007 eingestellt wurden. Im Vergleich zu den zuvor bei den Landkreisen Beschäftigten erhielten sie erheblich weniger Gehalt, als der Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes vorsieht.
Im Sommer 2013 hatte die Trägerversammlung der Volkshochschule Friesland-Wittmund die Forderung der Mitarbeiter der Gewerkschaft nach einem Haustarif abgelehnt. Im Dezember 2013 unternahm Verdi einen erneuten Anlauf – und der war nun offenbar erfolgreich.
Der Haustarifvertrag ist angelehnt an den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) und beinhaltet, dass die Mitarbeiter in Volkshochschule und Musikschule ab 2015 eine festgeschriebene Jahressonderzahlung von je 800 Euro (Vollzeit) erhalten und wie die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Tariferhöhungen profitieren. In den nächsten drei Jahren werden weitere Entwicklungsstufen eingeführt, so dass die Tarifabstände zwischen den Alt-Bediensteten und den neuen Kollegen aufgehoben werden, teilte der Landkreis Friesland mit.
Frieslands Kreisrätin Silke Vogelbusch, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, begrüßte die Bestimmungen des neuen Tarifvertrags: „Das bedeutet für alle Mitarbeiter mehr Sicherheit und Transparenz.“ Für Wittmunds Kreisrat Hans Hinrichs als Verhandlungsführer ist das Ergebnis mehr als akzeptabel: „Der neue Haustarifvertrag führt innerhalb der nächsten Jahre zu mehr Gerechtigkeit im Vergütungssystem der Gesellschaft.“ Auch Geschäftsführer Hans-Bernhard Eden ist zufrieden, da die Tarifeinigung die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit unterstütze: „Der Abschluss motiviert.“
