Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland hat in den vergangenen Jahren immer wieder Gewalt und Terror verurteilt und als unvereinbar mit dem Islam bezeichnet. Nun hat Nadeem Elyas den Entführern der Deutschen Susanne Osthoff im Irak angeboten, sich anstelle der verschleppten Archäologin in die Hand der Geiselnehmer zu begeben. Der 60-jährige Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe leitet seit zehn Jahren den Zentralrat. In dieser Zeit ist er zum prominentesten Vertreter der Moslems in Deutschland geworden. Der 1945 im saudi-arabischen Mekka geborene Elyas ist eine Art moslemischer Multifunktionär. So arbeitet er nach Angaben des Zentralrats unter anderem im christlich-islamischen Gesprächskreis beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken, im Interkulturellen Rat Deutschland und im Islamischen Kooperationsrat in Europa mit.
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