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EIN JAHR IN DIE USA Als Mini-Botschafter

ESTHER ROTHSTEGGE

NEERSTEDT - Eine super Chance sei das, sagt Hanna Brengelmann und meint damit das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages. Ein Jahr lang war die inzwischen 22-Jährige als Patin des Bundestagabgeordneten Holger Oertel und als „Mini-Botschafterin“ in den USA.

„Momentan läuft wieder die Bewerbungsphase“, erklärt die Neerstedterin. Noch bis September dauert die und bietet jungen Erwachenen die Möglichkeit, ein Jahr in den USA zu verbringen und dort erst zu studieren und dann in ihrem gelernten Beruf zu arbeiten.

„Meine Schwester war auch schon im Ausland“, erklärt Brengelmann. „Daher war das Interesse bei mir da.“ Als sie nach ihrer Ausbildung zur Chemielaborantin nur für ein halbes Jahr übernommen wird, bewirbt sie sich bei dem Programm, das vom Bundestag und dem US-amerikanischen Kongress organisiert wird.

Ziemlich viele Unterlagen musste sie dafür ausfüllen und abschicken. Das sah sie aber auch gleich als Chance für sich. „Ich habe mir gedacht, wenn alle anderen das auch denken, dass das soviel ist, schicken vielleicht nicht alle die Unterlagen wieder zurück. Und tatsächlich, kurze Zeit später wurde sie zum Auswahlgespräch eingeladen. Nach ein paar Tests kam dann das Vorstellungsgespräch beim Bundestagsabgeordneten Holger Ortel. Er wählte Brengelmann aus drei Kandidaten aus.

Nach einem Einführungsseminar ging es für die Neerstedterin nach New York. Von dort aus musste sie die sogenannte Homestay-Tour meistern. „Das heißt, dass ich mit Bus und Bahn zu meiner Gastfamilie nach Wisconsin gefahren bin“, erklärt sie. Einige Zeit habe das schon gedauert, dafür gab’s aber auch viel zu sehen. Nach dem ersten halben Jahr in der Gastfamilie und am College ging es für Brengelmann dann zum Arbeiten in den Bundesstaat Delaware. „Eigentlich bleibt man an dem Ort, an dem man vorher auch schon gearbeitet hat“, sagt Brengelmann. „Aber ich hatte mit den Job schon vor der Zusage beim PPP gesucht.“

Anders als in Deutschland sei die Arbeit dort schon, erzählt sie. „Die Leute sind offener und sehr freundlich. Ich wurde beispielsweise sehr schnell von Arbeitskollegen zum Essen eingeladen.“ Aber auch die Freizeit kam im Austausch-Jahr nicht zu kurz. Zum Abschluss ging es für die Neerstedterin nämlich noch auf vierwöchigen „Finaltrip“ durch die Staate. Brengelmann besuchte gemeinsam mit drei anderen PPP-Teilnehmern Las Vegas, Los Angeles, San Francisco, den Grand Canyon, mehrere Nationalparks und Hawaii.

Wieder in Deutschland hat Brengelmann den Kontakt zu den anderen Teilnehmern nicht verloren. Im Gegenteil, sie engagiert sich bei den Ehemaligen und hat auch schon bei einem Vorbereitungstreffen für neue PPP-Teilnehmer im vergangenen Jahr mitgeholfen.

Das Parlamentarisches Patenschafts-Programm

1983 wurde

das Parlamentarische Patenschafts-Programm aus Anlass des 300. Jahrestages der ersten Deutschen Einwanderung gemeinsam vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Deutschen Bundestag ins Leben gerufen.

Mit dem

Austauschprogramm soll die Verständigung zwischen jungen Deutschen und US-Amerikanern gefördert werden und die deutsch-amerikanischen Beziehungen vertieft werden.

Teilnehmen können

junge Erwachsene, die ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, und mindestens 16, aber höchstens 24 Jahre alt sind.

Für Schüler gibt es ebenfalls ein Programm.

Informationen und

die Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.bundestag.de/internat/internat_austausch/ppp/

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