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Jubiläum Else Neas genießt neue Heimat

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NEERSTEDT - „Hätte ich doch bloß keinem was davon erzählt“, scherzt Else Neas, als sie von den Planungen für ihren 80. Geburtstag hört. Am Morgen gab es einen Empfang im Wohn- und Ferienhaus Neerstedt, in dem sie seit einem Jahr lebt, nachmittags dann Kaffee und Apfelkuchen, den sie sich extra zum Jubeltag gewünscht hatte, und für den Abend hatten sich ihre Kinder angekündigt. „Alle sind hier so nett und hilfsbereit, das ist wirklich schön. Ich möchte auch nicht mehr zurück.“

Zurück heißt für Else Neas „nach drüben“, wie sie selbst sagt, denn erst vor rund einem Jahr kam das Geburtstagskind aus der Nähe von Greifswald in den Landkreis, dorthin, wo seit längerem auch zwei ihrer vier Kinder leben. 1945 war die in Ostpreußen geborene Neas nach Mecklenburg-Vorpommern geflohen und hatte sich zunächst zur Rohrschlosserin ausbilden lassen. Dank der guten Kinderbetreuungsmöglichkeiten in der ehemaligen DDR brauchte sie nicht mit der Arbeit aussetzen und blickt heute stolz auf ein 42-jähriges Arbeitsleben zurück. Zunächst als Schlosserin in einem Krankenhaus angestellt, eröffnete sie dort bald eine eigene Kantine. 1966 heiratet sie ihren Mann Robert, der allerdings bereits 1990 verstarb. Nachdem bei ihr eine Nierenerkrankung festgestellt wurde, holten die Kinder sie in ihre Nähe und brachten Else Neas im Wohn- und Ferienhaus unter, wo sie sich pudelwohl fühlt.

Dort möchte Else Neas noch möglichst lange Gast sein: „Also 90 Jahre sollen es schon werden“, blickt die lebenslustige Jubilarin an ihrem Ehrentag in die Zukunft.

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