Ganderkesee/Heide - Die Politiker wollen es genauer wissen: Gibt es im Heuweg nun tatsächlich so viel Durchgangsverkehr, dass dort eine Tempo-30-Zone nicht möglich ist? Der Ausschuss für Straßen und Verkehr hatte da am Dienstagabend so seine Zweifel. Jetzt sollen weitere Zählungen Klarheit bringen.
Anlass für die Diskussion war ein Antrag der Freien Wähler, sowohl den Heuweg als auch den Ahnbeker Weg als Tempo-30-Zone auszuweisen. Die Verwaltung lehnte beides ab – die gesetzlichen Voraussetzungen seien nicht erfüllt.
Das „Nein“ der Verwaltung in Bezug auf den Ahnbeker Weg sei nachvollziehbar, fand Ratsherr Arnold Hansen (Freie Wähler). Ein Großteil dieser Straße liege außerhalb der geschlossenen Ortschaft, damit sei die 30er-Zone nicht machbar. Doch beim Heuweg sei die Sache anders: Hier hatte die Verwaltung auf der Basis einer Zählung (am 24. März, 6 bis 10 Uhr) mit dem zu hohen Durchgangsverkehr argumentiert – doch die vorgetragenen Zahlen wurden angezweifelt.
Einstimmig folgte der Ausschuss daraufhin dem Antrag Hansens, wonach nicht die Verwaltung, sondern die Politik die Entscheidung über 30 km/h am Heuweg treffen solle. Zuvor wolle man weitere Zählungen abwarten, so Christel Zießler (SPD). Dietmar Mietrach (CDU) regte an, vor Ort zu schauen, wo genau das Tempolimit Sinn mache.
