NEU DELHI - Die indische Bahn war gewarnt, seit Tagen hatten Maoisten mit Anschlägen gedroht: Am Freitag brachten die Extremisten dann einen Schnellzug mit Hunderten Passagieren zum Entgleisen: Mindestens 71 Menschen starben, über 200 wurden verletzt.

Nach Angaben der Eisenbahngesellschaft waren 13 Waggons des Expresszuges nach Mumbai nach einer Explosion im Gleisbett aus den Schienen gesprungen. Fünf Waggons seien auf ein anderes Gleis gestürzt und dort von einem Güterzug erfasst worden, berichtete die Nachrichtenagentur PTI.

Die Explosion habe sich gegen 1.30 Uhr (Ortszeit) im Distrikt West-Midnapore im östlichen Bundesstaat Westbengalen rund 135 Kilometer südwestlich von Kolkata ereignet. Die Gegend gilt als Hochburg maoistischer Rebellen. Am Anschlagsort wurden zwei Poster der Maoisten entdeckt. Die Maoisten kämpfen nach eigener Aussage für die Rechte der armen Landbevölkerung und die Einführung eines kommunistischen Gesellschaftsmodells.

Unterdessen sind bei Anschlägen auf zwei Moscheen in der pakistanischen Stadt Lahore mehr als 80 Menschen umgekommen. Das Blutbad haben Extremisten in der ostpakistanischen Stadt während des Freitagsgebets angerichtet. 78 weitere Menschen wurden verletzt, teilten die örtlichen Behörden mit.

In den Gotteshäusern beten Angehörige der Ahmadiyya-Minderheit, die in Pakistan nicht als Muslime anerkannt werden. Zu dem Anschlag bekannten sich pakistanische Taliban-Milizen.