Friesoythe - Die Stadt Friesoythe will der Ortsmitte ein neues Gesicht geben: Eines ohne Ampeln und mit mehr Parkplätzen. Die Ortsmitte soll zudem barrierefrei und verkehrsberuhigt sein. Dazu kommen noch Sanierungen von Gebäuden von Privat- und Geschäftsleuten. Das alles soll in den kommenden Jahren im Rahmen der Sanierungsmaßnahme „Innenstadt Friesoythe“ umgesetzt werden. So weit so gut. Doch der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Friesoythe kritisiert die geplante Sanierung und prangert insbesondere die mangelnde Informationspolitik der Stadtverwaltung an. „Wir erhalten kaum Informationen aus dem Rathaus. Weder über den Fahrplan der Ortskernsanierung noch über das Konzept. Nicht nur wir sind verärgert, sondern auch der Unmut unter den Geschäftsleuten wächst“ , betonte Vorsitzende Hedwig Nienaber auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend im Kulturzentrum „Alte Wassermühle“.

Dabei würden gerade die Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet, das insbesondere die drei Hauptgeschäftsstraßen betrifft, mit Ausgleichszahlungen finanziell zur Kasse gebeten. Doch habe Bürgermeister Sven Stratmann noch davon gesprochen, dass ein Zusammenwirken von Stadt und Bürgern eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Sanierung sei, so Nienaber.

Enttäuscht ist die Vorsitzende von der mangelnden Beteiligung an der Kommunalwahl: „Dabei haben wir im Wahlkampf alle Register gezogen. Das ärgert mich schon, wenngleich wir wieder die absolute Mehrheit im Stadtrat stellen.“

Neue Gesichter gibt es im Vorstand. Vorsitzende blieb Nienaber. Stellvertreter sind nun Matthias Wallschlag und Martin Muck, Thomas Schmidt ist neuer Schriftführer. Beisitzer sind Jonas Bickschlag, Frank Böckmann, Rasmus Braun, Hermann-Josef Jöring, Dr. Matthias Lamping, Elisabeth Poschmann, Jan-Gert Roter, Thomas Slaghekke, Hans Tholen, Lothar Vahl und Bernd Wichmann.

Der Ortsverband zählt 238, der Stadtverband 565 Mitglieder. Der Bewerber für das Bundestagsmandat, Dr. Michael Steenken aus Ramsloh, stellte sich vor.