Bad Zwischenahn - Das Begegnungscafé der Ehrenamtlichen Integrationshilfe Bad Zwischenahn (IBZ) hat mehr Platz und Licht: Von der alten Pastorei ist das wöchentliche Café (montags, 17 bis 19 Uhr) in die Räume der DRK-Bereitschaft Bad Zwischenahn an der Wilhelmstraße umgezogen. Am vergangenen Montag war es dort besonders voll – neben den Ehrenamtlichen und den Flüchtlingsfamilien waren auch Bürgermeister Arno Schilling und Ratsmitglieder zu Besuch. Schilling, wie auch Sabine Fischer vom IBZ, dankten dem Roten Kreuz für die Möglichkeit, einmal in der Woche dort Deutsche und Flüchtlinge zusammenzubringen. Der IBZ hatte sich zwar auch über das Angebot der Kirchengemeinde Bad Zwischenahn gefreut, die alte Pastorei für das Café zu nutzen, in den Räumen des DRK ist aber mehr Platz.

Alltagsthemen besprechen, einfach zusammensitzen und sich kennenlernen, dass war einmal ein Ziel des Willkommens-Cafés. Das gelingt auch, trotzdem sind Behördenthemen immer präsent. Besonders Flüchtlinge aus Afghanistan kommen derzeit mit seitenlangen Behördenbriefen ins Café – oft steht darin, dass ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Die Ehrenamtlichen helfen beim Verstehen der Papiere, geben Hinweise was getan werden kann – und sind immer auch persönlich betroffen. Zu vielen ihrer Schützlinge haben sie intensive Freundschaften aufgebaut.

Und auch wenn es kaum neue Flüchtlinge gibt – die Aufgaben in der Betreuung der Flüchtlinge, die in der Gemeinde untergebracht sind, werden nicht weniger. Deshalb würde sich der Helferkreis über neue Unterstützer sehr freuen. Das Begegnungscafé ist eine gute Gelegenheit, einfach unverbindlich ins Gespräch zu kommen.

Die neue Unterkunft hat allerdings noch weitere Vorteile gegenüber der alten Pastorei. Das Rote Kreuz hat nicht nur zugesagt, die Flüchtlingsarbeit weiter zu unterstützen – es bekommt auch selbst Unterstützung. Einige Flüchtlinge wollen hier gerne selbst helfen, schon beim Wettbewerb des Jugendrotkreuz am vergangenen Wochenende packten einige von ihnen mit an.