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Autoclub: Neue Vorwürfe gegen ADAC

25.01.2014

München Nach der Affäre um gefälschte Zahlen beim Autopreis „Gelber Engel“ sieht sich der ADAC mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Präsident Peter Meyer hat nach Informationen des Magazins „Stern“ Hubschrauber der ADAC-Luftrettung genutzt, um zu Veranstaltungen zu reisen. „Laut ADAC-Statuten darf das Präsidium in begründeten Ausnahmefällen Reservemaschinen der Luftrettung nutzen“, bestätigte ADAC-Sprecher Christian Garrels am Freitag in München. Garrels weiter: „Das alles ist abgerechnet und belegbar und Schwarz auf Weiß in unseren Statuten geregelt“. Die Luftrettung GmbH stelle solche Flüge dem ADAC e.V. in Rechnung. Dies sei nur für offizielle ADAC-Termine geschehen. „Es wurde in keinem Fall ein Hubschrauber zu privaten Zwecken genutzt“, sagte der Sprecher.

Der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), rief den ADAC zu „höchster Transparenz“ auf. Auch wenn solche Flüge möglicherweise rechtlich nicht zu beanstanden seien, aus moralischer Sicht seien die Vorgänge bedenklich, sagte er dem „Handelsblatt Online“ (Freitag). Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sagte dem Sender n-tv: „Es kommen Dinge zutage, die zeigen, dass der ADAC in seiner Struktur sehr intransparent ist, dass diese Struktur merkwürdig ist und sie überhaupt nicht mehr in unsere Zeit passt.“

Die Münchner Staatsanwaltschaft prüft, ob bei den Flügen ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vorliegt. „Wir beziehen den Sachverhalt in die laufende Vorprüfung mit ein“, sagte ein Sprecher der „Welt“. Die Staatsanwaltschaft war für eine Bestätigung nicht zu erreichen.

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