Großenkneten - Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke legte sich kräftig ins Zeug, um eine neue freiwillige Leistung der Gemeinde zu verhindern. Doch damit überzeugte er am Donnerstagnachmittag im Schul- und Sportausschuss der Gemeinde niemand. Das war wenig überraschend, denn es handelte sich um einen interfraktionellen Antrag, eingebracht von allen Fraktionen und Gruppen des Rates. Sie möchten künftig Vereinen mit eigenen Sportstätten einen Zuschuss zu den Betriebskosten gewähren. Sie empfahlen daher einmütig, 15 000 Euro zusätzlich in den Etat einzustellen.
Es geht um eingetragene Sportvereine, die ausschließlich über eigene Anlagen verfügen. Ein klassisches Beispiel sind dafür die Schützenvereine. Sie sollen künftig 20 Euro pro Mitglied zu den Betriebskosten bekommen, wobei die Fördersumme je Verein die Summe der Betriebskosten nicht übersteigen darf.
Zielsetzung der Förderung ist es, die Sportvereine künftig möglichst gleich zu behandeln. Die Antragsteller sehen bisher jene Sportvereine im Vorteil, die die Anlagen der Gemeinde unentgeltlich nutzen können.
„Das macht Sinn“, fand Samuel Stoll (CDU) den Antrag gut. Imke Haake (FDP) freute sich, dass alle Gruppierungen im Rat den Vorstoß zur Unterstützung des Ehrenamts tragen. Hartmut Giese (SPD) betonte, dass es ausschließlich um die nachgewiesenen Betriebskosten gehe. Uwe Behrens (KA) sprach von einem „Balanceakt“ in der Behandlung der Sportvereine. Das neue Förderinstrument solle zunächst ein Jahr ausprobiert werden. In diese Richtung äußerte sich auch Henrik Abeln (Unabhängige).
Der Bürgermeister hatte die Ausweitung freiwilliger Leistungen in Zeiten angespannter Kassenlage abgelehnt. Schon jetzt würden die Sportvereine unterstützt, betonte Schmidtke. Nirgends im Landkreis gebe es eine derartige Förderung, warnte er vor der Einführung des Zuschusses.
