Staatsforsten - Der Cloppenburger Ortsteil Staatsforsten soll ein neues Baugebiet bekommen. Das hat der städtische Planungs-, Umwelt und Energieausschuss am Mittwochabend bei einer Sitzung im Rathaus dem Rat zum Beschluss empfohlen.

Östlich des Garreler Wegs am Ortseingang sollen fünf Bauplätze mit einer Größe von jeweils 800 bis 1000 Quadratmetern entstehen. Ein Wohnhaus – so Planungsamtsleiter Hermann Asbree – stehe bereits in dem Gebiet, darüber hinaus solle der „schützenswerte Baumbestand“ erhalten werden. Um den dörflichen Charakter Staatsforstens nicht zu zerstören, seien in dem Baugebiet pro Platz maximal zwei Wohnungen erlaubt, es bestehe das Prinzip der Eingeschossigkeit bei einer Firsthöhe von bis zu 9,15 Metern. Höchstens 30 Prozent des Grundstücks dürften bebaut werden.

Kritik kam vom Ausschussmitglied Peter Hackmann (SPD). Grundsätzlich begrüße er ein neues Baugebiet für Staatsforsten, dieses sei aber besser als Fortsetzung an der Zeppelinstraße aufgehoben. Am Garreler Weg – so Hackmann weiter – sehe er die Verkehrsicherheit vor allem für Kinder gefährdet, weil viele Autos sehr zügig auf dem Garreler Weg unterwegs seien.

Sehr zufrieden mit der Lösung am Garreler Weg zeigte sich hingegen Staatsforstens Ortsvorsteher Wilhelm Luker. Das Dorf bekäme am Garreler Weg ein gelbes Ortsschild, so dass dort künftig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h gelte. „Wir haben in einer Ortsbesprechung festgestellt, dass die Bewohner voll hinter dem neuen Baugebiet stehen“, erklärte Luker.

Derweil mokierte sich Ausschussmitglied Hackmann auch darüber, dass die Stadt eine Fläche als Baugebiet ausweise, die ihr nur zum Teil gehöre. Die Folge: Die Verwaltung müsse den Alteigentümer mit ins Boot nehmen und ihm auf einem Teil des Areals ein Baurecht einräumen.

ð  Auf Grund eines Übermittlungsfehlers wurde in dem Artikel „Bauhof soll Supermarkt weichen“ (NWZ  vom 18. September) berichtet, dass die derzeitigen Obdachlosenwohnungen an der Sevelter Straße zugunsten eines Neubaus an der Emsteker Straße abgerissen würden. Richtig ist jedoch, dass diese Unterkünfte bestehen bleiben und stattdessen die Unterkünfte an der Emsteker Straße in unmittelbarer Nähe zum Bauhof abgerissen werden.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland