NEW YORK/HAMBURG - NEW YORK/HAMBURG/DPA - Stürme, Dürren, Überschwemmungen – die Folgen des Klimawandels sind nach Einschätzung des UN-Klimarats nicht mehr zu verhindern. Das geht aus einem Entwurf für den zweiten Teil des UN-Klimaberichts hervor, der gestern bekannt wurde. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte vor Schulkindern in New York, der Klimawandel sei für die Menschheit inzwischen „eine ebenso große Bedrohung“ wie Kriege. „Unglücklicherweise war meine Generation etwas unachtsam dabei, auf unseren einzigartigen Planeten zu achten.“
Er kündigte an, dass sich die Vereinten Nationen mit dem Thema befassen würden. Bans Einschätzung zufolge hat die globale Erwärmung auch weit reichende Auswirkungen für Arbeitsplätze, Wachstum und Armut. Sie werde zu mehr Seuchen, Naturkatastrophen, Dürreperioden und anderen Veränderungen führen, die neue Auslöser für Krieg und Konflikte sein könnten. „Dieses Vermächtnis müssen wir alle abwenden“, betonte er.
Mehr Hitzetote seien vor allem in Europa und Asien zu befürchten. Einige hundert Millionen Menschen in dicht besiedelten Küstenregionen seien durch den Meeresspiegelanstieg bedroht.
Auch Deutschland drohen Konsequenzen. „Das neue Deutschland zeichnet sich durch trocken-heiße Sommer und warm-feuchte Winter aus“, berichteten die Klimaexperten Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Peter Werner vom Potsdam-Institut für Klimafolgen-Forschung (PIK). Die Klimaexpertin der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF), Regine Günther, forderte: „2007 muss das Jahr der Lösungen werden.“
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