Dietmar Mietrach kündigt in der Presse an, er sehe „keine Möglichkeit mehr, etwas zu bewegen“. Er verweist als Begründung unter anderem darauf, er fühle sich von der Gemeindeverwaltung unter Druck gesetzt.
Dies mag so sein; Druck entsteht aber zumeist durch einen selber. Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass weder er als Fraktionsvorsitzender der CDU, noch seine aktuelle Gefolgschaft in Ganderkesee (...) sich generell hinreichend auf Bürger zubewegen.
Das soll heißen: Wer engagierte und einsatzwillige, aber kritische Bürger permanent missachtet, braucht sich nicht zu wundern, dass sich nichts mehr hinreichend bewegen oder verändern lässt. Wo also Bewegung in Richtung Bürger unterbleibt, nur weil man seine eigene Position und Fahrtrichtung vertritt, ist es hinfällig, sich über seine eigene Nichtbewegungsfähigkeit zu beklagen.
Bürgernähe zeigt sich eben nicht nur durch Ankündigung mit strahlenden Kandidaten auf der eigenen Homepage, sondern in der Courage, Toleranz zu zeigen, wenn jemand anders denkt. Insofern ist der weise Entschluss, nicht mehr anzutreten zu wollen, gut und richtig.
