Hude - Wenn es in Hude um Neubauvorhaben oder bauliche Erweiterungen geht, stehen meistens ein paar erhaltenswerte Bäume im Weg. Das ist auch der Fall bei den Erweiterungsplänen des Raiffeisenmarktes an der Langenberger Straße. In diesem Fall sind es fünf Eichen und Buchen, die nach der aktuellen Planung entfernt werden müssten, wie Planer Michael Meier vom Büro NWP im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt berichtete.

Laut Meier möchte der Raiffeisenmarkt seine Verkaufsfläche von derzeit 2055 auf 2270 Quadratmeter erweitern. Das geschehe innerhalb des vorhandenen Gebäudes. Die Zulieferung soll künftig über die Georgstraße erfolgen.

Außerdem sei geplant, die Außenverkaufsfläche neu zu organisieren und die Zahl der Pkw-Stellplätze von derzeit 49 auf 55 zu erweitern. Im Bereich der neuen Pkw-Stellplätze stehen auch die fünf Bäume.

Es sei eine tolle Sache, dass der Markt erweitert werde, sagte Ulrike Janz-Janzen (SPD). Gleichwohl sei sie der Überzeugung, dass mit wenig Aufwand einige der Bäume erhalten werden könnten.

„Nicht alle Bäume müssten fallen“, meinte auch Birte Wachtendorf (Grüne). Eine Verlagerung der Verkehrsfläche wäre möglich.

Auf den Hinweis des Ausschussvorsitzenden Bernhard Wolff (CDU), dass ja Ersatzpflanzungen vorgesehen seien, entgegnete Birte Wachtendorf, dass das bestimmt keine Eichen und Buchen seien und diese Ersatzpflanzungen, ökologisch gesehen, längst nicht den Wert der zu fällenden Bäume hätten. Ihr Fraktionskollege Hermann Dunkler-Gronwald sprach von einer interessanten Baumgruppe, die zusammengehöre. Vielleicht gebe es ja die Bereitschaft, wenigstens zwei der fünf Bäume zu erhalten, so Janz-Janzen. „Alle fünf Bäume weg – das ist schon eine Menge“, so Ursula Budde (Freie Wähler). Bernhard Wolff (CDU) regte an, noch mal das Gespräch mit dem Eigentümer zu suchen. Gleichwohl sollte das Verfahren in Gang kommen. „Seit Frühjahr 2015 reden wir über diesen Plan“, so Wolff. Es sei wichtig, auch mal das Signal zu geben, dass Ortsentwicklung in Hude möglich sei. Die Erweiterung des Marktes sei wichtig für Hude, betonte Erwin Kohlwey von der FDP.

Das erforderliche Bauleitverfahren dauert sowieso schon länger, weil nun doch parallel zur Bebauungsplanänderung nach neuer Rechtslage eine Flächennutzungsplanänderung erforderlich wird. Das betroffene Areal soll als Sondergebiet Bau- und Gartenfachmarkt ausgewiesen werden. Die Verträglichkeitsuntersuchung ist laut Planer Meier noch im Gange.

Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hat am Ende keine Beschlussempfehlung gegeben. Es soll noch mal das Gespräch über den Erhalt von einigen Bäumen gesucht werden, bevor der Verwaltungsausschuss das Thema behandelt.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude