Hannover - Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) hat die Einigung bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder begrüßt. Anders als in Hamburg und Bayern soll der Tarifabschluss aber in Niedersachsen nicht auf Beamte ausgedehnt werden. Grund: Für die Beamten des Landes hat der Landtag bereits zum 1. Juni 2015 eine Anhebung der Bezüge um 2,5 Prozent beschlossen.
„Die Tarifeinigung ist ein gelungener Kompromiss zwischen einer angemessenen Beteiligung der Tarifbeschäftigten an der wirtschaftlichen Entwicklung und den finanziellen Möglichkeiten der Länder“, sagte Schneider.
Gewerkschaften und Vertreter der Länder hatten sich am Sonnabend geeinigt. Rückwirkend zum 1. März steigen die Gehälter für die Angestellten im öffentlichen Dienst um 2,1 Prozent. Am 1. März 2016 folgt die zweite Stufe mit einer Erhöhung um weitere 2,3 Prozent mit einem Mindestbetrag von 75 Euro.
Bei der Altersversorgung konnten die Gewerkschaften Eingriffe in die Leistungen abwehren. Die Beschäftigten müssen aber künftig Zusatzbeiträge zahlen. Im Westen werden 2015 0,2 Prozent fällig, in den kommenden beiden Jahren je 0,3 und 0,4 Prozent.
Auf Niedersachsen kommen laut Finanzministerium 2015 aufgrund der linearen Entgelterhöhungen Mehraufwendungen in Höhe von 54 Millionen Euro zu. 2016 schon 70 Millionen Euro.
