Hannover - Gute und weniger gute Nachrichten wechseln sich in Niedersachsen aktuell ab. Während derzeit immer mehr Landkreise zum Hotspot werden, gibt es Hoffnung bei einem Corona-Medikament aus Niedersachsen. Die wichtigsten Landesmeldungen des Tages im Überblick:
Keine Testpflicht für Geimpfte
Bei Bürgern, die eine abgeschlossene Impfung gegen das Coronavirus nachweisen können, entfällt künftig die Testpflicht. Einen entsprechenden Passus enthält die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, die an diesem Sonntag in Kraft treten soll. Der Entwurf der Verordnung liegt unserer Zeitung vor. Danach müssen Geimpfte ihren Impfschutz entsprechend dokumentieren. Die Testpflicht soll dann 15 Tage nach der zweiten Impfung entfallen. Wichtig wäre dies beispielsweise für geimpfte Pflegekräfte in Altenheimen, die bislang zweimal pro Woche einen PCR-Test machen müssen.
Steigende Zahlen in Niedersachsen
Immer mehr Landstriche Niedersachsens werden zu Corona-Risikogebieten mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. In 30 der 45 Landkreise und großen Städte lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Donnerstag über 100, teilte das Gesundheitsministerium mit. Nach der Stadt Salzgitter stieg der Wert auch im Kreis Vechta über 300.
Landesweit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 126 an. 1087 Erkrankte wurden im Krankenhaus behandelt, 306 davon auf der Intensivstation. 211 Erwachsene und ein Kind müssen künstlich beatmet werden.
Bund fördert Medikament aus Braunschweig
Das Braunschweiger Start-up Corat Therapeutics, das ein Corona-Medikament entwickelt, wird nach Worten von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann künftig vom Bund gefördert. „Das Unternehmen steht kurz vor dem Start der ersten klinischen Testphase seines Antikörper-Medikaments zur Behandlung von Covid-19“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag. Wenn das Medikament jetzt in die Produktion komme, könne es vielleicht bis zum Jahresende zur Verfügung stehen. „Das könnte ein Riesenschritt nach vorne sein bei der Corona-Pandemiebekämpfung im Vorfeld einer Erkrankung.“
Alle Lehrer können sich impfen lassen
Sämtliche Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen sollen sich schon bald gegen das Coronavirus impfen lassen können. Ab Mai werde auch das Lehrpersonal der weiterführenden Schulen die Möglichkeit erhalten, sich über die Impfzentren im Land impfen zu lassen, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs, Staatssekretär Heiger Scholz, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Bisher waren Grund- und Förderschullehrer berechtigt.
Auskunft über Impfstoff direkt bei der Terminbuchung
Impfwillige in Niedersachsen erhalten mit ihrer Terminzusage für die Corona-Schutzimpfung fortan direkt eine Auskunft, welcher Impfstoff für sie vorgesehen ist. Das wurde am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover angekündigt. Sie können nun vorab ihren Impftermin absagen. Eine formelle Wahlmöglichkeit des Impfstoffs werde es aber weiterhin nicht geben, sagte Scholz. Etliche Impfzentren überbuchten inzwischen auch ihre Termine, weil viele Impfkandidaten zu ihrem Termin nicht erscheinen würden.
