Hannover - Die niedersächsische Landesregierung hat mit Frauke Patzke (Grüne) und Karin Beckmann (SPD) der Ernennung von zwei neuen Landesbeauftragten für Regionale Landesentwicklung zugestimmt. Patzke übernimmt die Leitung des Amtes für Regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser in Hildesheim; Beckmann wechselt an die Spitze des ArL in Lüneburg. Ihre Amtsvorgängerinnen Dinah Stollwerck-Bauer und Monika Scherf (beide CDU) wurden in den Ruhestand versetzt, teilte Regionalministerin Wiebke Osigus (SPD) am Dienstag in Hannover mit.

Seit 2014 gibt es vier Ämter für Regionale Landesentwicklung. Sie sollen die Akteure vor Ort unterstützen und bei großen Projekten vor Ort, beispielsweise der Wiedervernässung der Moore oder bei der Stadt- und Dorfentwicklung, Kompetenzen bündeln. Die Ämter seien „das Sprachrohr der Region“, betonte Osigus. Die neue Regionalministerin will die ländlichen Räume stärken. Die Lebensqualität dürfe nicht abhängig vom Wohnort sein. „Ich will weg vomn Leuchtturmdenken hin zum gesellschaftlichen Miteinander“, so Osigus.

Beide Landesbeauftragte waren zuvor Referatsleiterinnen in niedersächsischen Ministerien. Patzke, die gebürtig aus Aurich stammt, ist Juristin, war als Rechtsanwältin und zuletzt im Wissenschaftsministerium tätig. Beckmann stammt aus Bückeburg. Die 58-jährige Volkswirtin war unter anderem bei der Nord-LB, als Landesbeauftragte in Hildesheim und zuletzt im Europaministerium tätig.

Franz-Josef Sickelmann (parteilos), Leiter des ArL für Weser-Ems in Oldenburg, vollendet im Mai 2023 sei 66. Lebensjahr. Eine vorzeitige Ablösung steht offenbar nicht zur Debatte. Man werde „zu gegebener Zeit“ auf die Personalie zurückkommen, sagte Osigus auf Anfrage unserer Zeitung.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent