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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

1000 Aussiedler protestieren gegen Flüchtlinge

26.01.2016

Cloppenburg /Delmenhorst /Bremen /Bremerhaven Wütend hat die Vorsitzende des Heimatvereins der Deutschen aus Russland, Nadja Kurz (Molbergen), auf Proteste von Aussiedlern gegen Flüchtlinge reagiert. Durch die Versammlung, zu der am Sonntag rund 1000 Russlanddeutsche auf den Cloppenburger Rathausvorplatz gekommen waren, sei der Integrationsarbeit massiv geschadet worden, sagte Kurz am Montag. Auch in Delmenhorst kam es am Sonntag zu einer Protestaktion mit rund 100 vorwiegend russlanddeutschen Teilnehmern. In Bremen versammelten sich 300 Aussiedler, in Bremerhaven waren es rund 120.

Bereits in der vergangenen Woche war in den sozialen Netzwerken unter den Aussiedlern bundesweit zu spontanen Versammlungen aufgerufen worden. Mit diesen so genannten Flashmobs sollte offenbar die Pflicht umgangen werden, die Protestaktionen als Demonstrationen anmelden zu müssen. Grund für den Aufruf war die angebliche Vergewaltigung eines Mädchens (13) durch Migranten im Berliner Stadtteil Marzahn.

Dabei handelt es sich offenbar nur um ein von russischen Medien ausgeschlachtetes Gerücht. Das Mädchen war zwar in der Nacht vom 11. auf den 12. Januar verschwunden, laut Polizei hatte es aber weder eine Entführung noch eine Vergewaltigung gegeben – und auch von Asylbewerbern als Tatverdächtige ist nichts bekannt. 70 Prozent der Aussiedler – schätzt der Cloppenburger CDU-Ratsherr Anatoli Bender – würden ihre Informationen ausschließlich aus dem russischen Staatsfernsehen beziehen.

In Cloppenburg war von den Protestierenden vor allem die „Angst um Kinder und Kultur“ geäußert worden. Mit rechtspopulistischen Aussagen wurde auch gegen im Bau befindliche Flüchtlingsunterkünfte Stimmung gemacht.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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