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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Olaf Lies verteidigt Windkraft

16.07.2019

Aurich Ob’s eine bewusste Botschaft war? Ganz nach oben, genauer gesagt in 135 Meter Höhe, legt Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies den Auftakt zu seiner Sommerreise. Der SPD-Politiker aus Sande im Kreis Friesland, dem nachgesagt wird, die politische Karriereleiter noch weiter besteigen zu wollen, fühlt sich jedenfalls sichtlich wohl und genießt den weiten Blick über Ostfriesland.

Ortstermin in Aurich-Georgsfeld: Hier im Enercon-Windenergiepark steht die Anlage E-126. Vor zehn Jahren innerhalb eines Monat errichtet, zeigt das Display am Montagmorgen 142 830 Megawattstunden erzeugte Energie an. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Stromverbrauch in Deutschland betrug im Jahr 2018 rund 7,2 Megawattstunden.

Der studierte Elektrotechniker Olaf Lies ist begeistert von der Anlage, gibt den mitgereisten Journalisten nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung und einer fünfminütigen Auffahrt in einem engen Fahrstuhlkorb bereitwillig Interviews und macht sich stark für die Windenergie an Land. „Niedersachsen ist ein Energieland“, sagt Lies und fügt hinzu: „Bei uns steht der Klimaschutz im Mittelpunkt. Wir kommen also an den Erneuerbaren Energien nicht vorbei.“ Auch wenn manche von der „Verspargelung“ der Landschaft sprechen und die Mega-Anlagen mit ihren riesigen Rotoren einigen Anwohnern ein Dorn im Auge sind, betont Lies: „Wir brauchen die Windenergie an Land. Ich könnte mich nur dagegen stellen, wenn wir Alternativen hätten. Da sind wir dann bei Kohle- oder Kernkraft und genau das wollen wir künftig nicht mehr.“ Er freue sich, wenn er Windenergieanlagen sehe, sagt Lies, auch wenn die Windparks natürlich in Einklang mit Mensch und Natur gebracht werden müssten. „Aber man kann nicht gegen alles sein“, findet der Umweltminister, der seine viertägige Sommerreise unter das Motto „Klimaschutz als Chance“ gestellt hat.

Im Mittelpunkt der Klimatour stehen Stationen zu den Themen Energiewende und grüne Mobilität sowie die Nutzung von Wasserstoff in der Industrie. „Wir müssen Niedersachsen auf die Folgen des Klimawandels möglichst gut vorbereiten. Die Energiewende und neue Technologien gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung. Im Klimaschutz und einer zukunftsfähigen Energieversorgung liegt die Chance für die Sicherung von Wohlstand und Beschäftigung“, betont der Minister.

Zurück auf dem ostfriesischen Acker neben dem Stromproduzenten mit einem Rotordurchmesser von 127 Metern gibt Lies sich gewohnt bodenständig. „Ich hätte da oben gern noch einen Tee getrunken.“ Doch der „Klimatour-Bus“ wartet schon und rollt, kaum ist der Minister an Bord, weiter in Richtung Bürgerwindpark Hinte.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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