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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Bahnstreit kurz nach Schlichtung neu entfacht

09.01.2017

Hannover /Lüneburg Kaum ist der jahrzehntelange Streit um den Bahnausbau von Hannover Richtung Hamburg und Bremen geschlichtet, bricht er schon wieder aus. Nachdem ein Dialogforum mit Anliegern und Bürgerinitiativen die Y-Neubautrasse vor gut einem Jahr in den Papierkorb verwies und ein Ausbau bestehender Strecken festgezurrt wurde, regt sich dagegen massiver Protest in Lüneburg und Umgebung. 400 Güterzüge täglich erstickten Anwohner künftig im Lärm, eine Neubautrasse müsse her, lautet die Forderung. Verkehrsministerium und Bahn laden ein zu dem bevorstehenden Dialog für die konkrete Umsetzung des Ausbaus, für den Ortsumfahrungen vorgesehen sind.

„Der Schienenlärm liegt bereits jetzt für Wohngebiete an der Strecke im gesundheitsgefährdenden Bereich“, empört sich Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). Mit dem Bau eines dritten Gleises werde sich dieser Zustand noch dramatisch verschlechtern. „Auf lange Sicht können wir auf eine lärmgeschützte Neubaustrecke entlang der A7 für den Güterverkehr nicht verzichten.“ Und ohnehin seien die von dem Dialogforum 2015 ausgearbeiteten Pläne demokratisch nicht legitimiert.

Durchaus verstimmt reagiert Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) auf den Protest. „Ich kann nicht nachvollziehen, wieso Lüneburg einen Prozess, an dem es ein Jahr lang aktiv mitgewirkt hat und den es auch weiter begleitet, jetzt als ,nicht demokratisch legitimiert’ bezeichnet.“ Außerdem habe der Bundestag kürzlich die Ausbaupläne für den Verkehrswegeplan demokratisch beschlossen.

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