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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Moorbrand In Meppen: Ministerium räumt Fehlverhalten ein

22.09.2018

Berlin Wegen des von der Bundeswehr verursachten Moorbrandes in Niedersachsen reist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Samstag in die betroffene Region nach Meppen im Emsland. Ihr Ministerium räumte nach teils heftiger Kritik aus Niedersachsen ein, dass es im Informationsverhalten Verbesserungsbedarf gegeben habe, wie ein Sprecher am Freitag in Berlin weiter sagte.

Bundeswehr richtet Bürgertelefon ein

Die Kritik daran, was auf lokaler und regionaler Ebene an Informationen gelaufen sei, sei berechtigt. Das Ministerium entschuldige sich dafür. Mittlerweile würden die Landräte und andere Verantwortliche jeden Morgen umfassend unterrichtet. Zudem sei ein Bürgertelefon eingerichtet worden, mit dem auch über mögliche Gesundheitsgefahren aufgeklärt werde. Es ist zu erreichen unter (030) 182 424242.

Der Landkreis Emsland rief den Katastrophenfall aus, weil aufkommender Sturm den verheerenden Moorbrand auf dem Bundeswehr-Testgelände frisch anfacht. Das Ministerium bedauere außerordentlich, dass es durch den Test zu dem Brand gekommen sei, sagte der Sprecher in Berlin. Die Bundeswehr stelle unbefristet Hochleistungspumpen, Pipelines, Verpflegung zur Verfügung. Spezialpioniere seien im Einsatz.

Rakentests werden geprüft

Es seien Untersuchungen angelaufen, ob die Abwägung des Risikos vor dem Raketentest durch die Bundeswehr korrekt gewesen sei, ob bedacht worden sei, wie dringend der Test angesichts des warmen, trockenen Wetters überhaupt gewesen sei, so der Sprecher. „Es finden dort ständig Brände statt“, erläuterte er. Das sei bei Munitionstests unvermeidbar. Im diesem Fall sei ein erster Brand erfolgreich gelöscht worden. Bei einem zweiten Brand dann habe es aber einen Defekt an einer Löschraupe gegeben.

Lesen Sie mehr zum Moorbrand in Meppen unter www.NWZonline.de/moorbrand-meppen

Statement von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

„Die Wehrtechnische Dienststelle in Meppen leistet unverzichtbare Arbeit für die Bundeswehr. Ihre Forschung ist wichtig, weil sie dem Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten dient. Aber es steht außer Frage, dass ein Moorbrand dieses Ausmaßes ein sehr ernster Vorfall ist, der so nicht passieren darf.

Ich entschuldige mich im Namen der Bundeswehr bei allen Menschen der Region die jetzt unter den Auswirkungen des Brandes leiden. Natürlich werden wir auch die völlig berechtigte Frage klären, ob die den Brand auslösenden Munitionstests in dieser Form nötig und verantwortbar waren. Das Ergebnis werden wir selbstverständlich veröffentlichen. Doch jetzt geht es erst einmal darum, Schulter an Schulter mit dem Land Niedersachsen und der kommunalen Ebene alle Kräfte auf die Bekämpfung des Brandes zu richten.

Ich komme aber auch nach Meppen, weil dich den vielen Helfern von Feuerwehren und THW danken möchte die schon so lange mit hohem persönlichen Einsatz gegen den Brand kämpfen. Sie sollen jede Unterstützung der Bundeswehr bekommen, die sie benötigen. Das Vorauskommando der Spezialpioniere ist seit Donnerstagabend vor Ort und wird so lange bleiben, bis der Moorbrand gelöscht ist. Ich will im Emsland aber auch mit den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung sprechen, insbesondere den Bürgermeistern der betroffenen Ortschaften und Gemeinden. Von ihnen möchte ich hören, was aus ihrer Sicht anfangs schlecht gelaufen ist, wo die Bundeswehr jetzt noch mehr unterstützen kann und was sie in Zukunft von der WTD erwarten. Wir werden hart daran arbeiten, die über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft zwischen der Bundeswehr und den Menschen im Emsland wieder mit neuem Vertrauen zu füllen.“

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