• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Bundespräsident ins Saterland eingeladen

26.04.2013

Berlin /Saterland Das erlebt man nicht alle Tage: Karl-Peter Schramm aus Scharrel (Kreis Cloppenburg) war am Donnerstag auf Einladung des Bundespräsidenten in Schloss Bellevue zu Gast. Anlass war ein Gespräch von Joachim Gauck mit dem Minderheitenrat der vier alteingesessenen nationalen Minderheiten Deutschlands.

Dem Rat gehören vier Organisationen an: die dänische Minderheit, die Lausitzer Sorben, die deutschen Sinti und Roma sowie die Friesen, vertreten durch den Seelter Buund der Saterfriesen. Karl-Peter Schramm, Präsident des deutschen Komitees im Europäischen Büro für Sprachminderheiten und Regionalsprachen, kümmert sich um den Erhalt der saterfriesischen Sprache.

Das Gespräch bei Kaffee und Tee mit Joachim Gauck dauerte eine gute Stunde. „Der Bundespräsident wollte sich ein Bild machen über die Situation der Minderheiten in Deutschland. Ich habe ihm erzählt, dass wir im Saterland auf einem guten Weg sind und in diesem Jahr zum ersten Mal eine Fortbildung für Kindergärtnerinnen und Lehrer machen in Saterfriesisch. Wir wollen eine zweisprachige Erziehung im Kindergarten starten, die dann durchgehen soll bis zur Schule“, berichtet Schramm. Etwa 1700 bis 2000 Menschen sprechen noch Saterfriesisch. „Das wollen wir sichern, damit es nicht weniger werden.“

Der Bundespräsident sei recht überrascht gewesen, wie gut vernetzt die Minderheitengruppen in Deutschland und Europa seien. So soll im Frühjahr 2014 eine Konferenz stattfinden, bei der es um deutsche Minderheiten im Ausland geht. Die Gäste nutzten dabei gleich die Gunst der Stunde und baten das Staatsoberhaupt, die Schirmherrschaft für die Veranstaltung zu übernehmen.

„Der Bundespräsident war sehr überzeugend und interessiert. Er wollte alles genau erklärt bekommen, war aber auch gut vorbereitet auf das Gespräch. Mein Eindruck war: Mit dem Mann kann man über alles reden“, erklärt Schramm.

Der pensionierte Sonderschullehrer fasste sich dann auch ein Herz und lud Joachim Gauck im Namen seiner Gemeinde und des Heimatsvereins zu einem Besuch ins Saterland ein. „Vielleicht kann er es einmal dazwischenschieben“, hofft Schramm.

Norbert Wahn
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2097

Weitere Nachrichten:

Kindergarten

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.