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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Das vorhersehbare Verbrechen

05.05.2015

Hannover Die Polizei in Hannover will künftig mit Hilfe eines Computerprogramms Straftaten vorhersagen und bereits im Vorfeld vereiteln. Das Landeskriminalamt Niedersachsen und die Zentrale Polizeidirektion haben nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe) mehrere Monate lang ein Projekt zur vorhersagenbasierten Polizeiarbeit (predictive policing) vorangetrieben. Die Tests würden derzeit ausgewertet. Die FDP im niedersächsischen Landtag steht dem Projekt skeptisch gegenüber.

Die Software, die auch in anderen Bundesländern getestet werde, basiere auf der Annahme, dass Verbrecher stets nach ähnlichem Muster vorgehen. Tatsächlich beobachte die Polizei, dass Einbrecher oder auch Autoaufbrecher regelmäßig in die gleiche Gegend zurückkehren, weil sie Fluchtwege und die Gewohnheiten der Menschen dort kennen. Demzufolge ließe sich Kriminalität mit einem Algorithmus berechnen. Die Polizei würde dann in den Gebieten verstärkt Streife fahren, für die der Computer eine hohe Wahrscheinlichkeit für Straftaten berechnet hat.

Die Erprobung einer derartigen Software sei ein naheliegender Schritt angesichts der Entwicklung in anderen Technikbereichen, sagte Stefan Birkner, stellvertretender FDP-Fraktionschef im Landtag, der Zeitung: „Die Frage ist nur: Welche Begehrlichkeiten werden dabei geweckt? Können beispielsweise Versicherungen auf die Berechnungen des neuen Programms zugreifen?“ Er plädiert für eine frühzeitige und öffentliche Diskussion über das Thema. Auch hätte aus seiner Sicht der Datenschutzbeauftragte des Landes mit in die Tests der Software einbezogen werden müssen.

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