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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Delmenhorster SPD-Bürgermeisterin tritt zurück

21.08.2019

Delmenhorst Die Querelen innerhalb der Delmenhorster SPD erreichen einen neuen Höhepunkt: Nach acht Jahren als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Delmenhorst hat Antje Beilemann (SPD) jetzt ihren Rücktritt erklärt. „Seit Monaten schwindendes und mittlerweile fehlendes Vertrauen in der Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister sowie den Fraktions- und Gruppenvorsitzenden der SPD und Partner haben mich zu diesem Schritt veranlasst“, heißt es in einer am Dienstag versendeten Presseerklärung von Beilemann, die sich auch aus dem Verwaltungsausschuss zurückzuziehen und ihr Amt als Ratsvorsitzende niederlegen will.

In ihrer Mitteilung erhebt Beilemann schwere Vorwürfe gegen den Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD). Sie wirft dem 62-Jährigen vor, in einer Konversation mit der Fraktionsvorsitzenden Bettina Oestermann „Mobbingtexte“ verfasst und sich in diesen abfällig über Partei -und Fraktionsmitglieder geäußert zu haben. Beilemann habe diese Beiträge im Parteivorstand öffentlich gemacht, „um diese unwürdigen und unsolidarischen Spaltungsversuche zu beenden“.

Anschließend soll es harsche Kritik an Antje Beilemann gehagelt haben – bis hin zu Überlegungen, sie für diesen Akt der Indiskretion zu rügen. Davon sah die Fraktion aber ab. „Diese Aktion gegen Spaltung wird mir nun als mangelnde Loyalität vorgeworfen und mit Ausgrenzung und Vertrauensentzug bestraft“, schreibt Beilemann und fügt hinzu: „Aus diesen Gründen lege ich mein Amt nieder.“

Oberbürgermeister Axel Jahnz, ansonsten nicht wortkarg, ließ über seine Pressestelle auf Nachfrage dieser Zeitung nur zwei Worte ausrichten: „Kein Kommentar.“

Beilemanns Abgang ist überdies nicht der erste Rücktritt der jüngsten Zeit innerhalb der Delmenhorster SPD. Die Unterbezirksvorsitzende Petra Behlmer-Elster hatte Anfang Juli ihren sofortigen Rücktritt erklärt und damit die Konsequenzen aus einem sich verschärfenden Streit in der Partei gezogen. Behlmer-Elster war in dieser Auseinandersetzung von der Fraktion für ihr Kommunikationsverhalten mehrfach kritisiert worden und trat laut Beilemann zurück, „weil sie sich solch unwürdigen Umgang untereinander nicht zu eigen machen wollte“.

Innerhalb der Delmenhorster SPD lodert überdies noch ein weiteres Feuer. Roswitha Ahrens-Groth, SPD-Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbands Deichhorst-Stadtmitte, hatte Mitte Juli auf Facebook behauptet, dass Jahnz den Gesellschaftsvertrag des neuen Stadtkrankenhauses gefälscht ins Handelsregister habe eintragen lassen. Der Oberbürgermeister erstattete daraufhin Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Ahrens-Groth.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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