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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Ehe-Aus nach 18 Jahren

28.03.2015

Hannover Eine offizielle Stellungnahme gibt es nicht, doch in Hannover wird bestätigt, was bisher nur ein Gerücht war: Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf gehen in Zukunft getrennte Wege. Der Altkanzler werde nach Ostern aus dem gemeinsamen Haus der Familie in Hannover-Waldhausen ausziehen, heißt es. Ehe-Aus nach 18 Jahren.

„Jetzt geht es um meine Agenda“, hatte Doris Schröder-Köpf 2012 selbstbewusst verkündet. Die frühere Journalistin startete ihre eigene Politkarriere, ist inzwischen für die SPD Mitglied im Landtag in Hannover und Integrationsbeauftragte Niedersachsens. Einst galt sie als „Kanzler-Flüsterin“, als wichtigste Beraterin des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Die Bezeichnung „Agenda 2010“ für das zentrale Reformvorhaben seiner Amtszeit stammte von ihr. „Doris hat gesagt…“ war ein gefürchteter Satzanfang in der Regierungszentrale.

1997 hatten die beiden geheiratet. Er, damals niedersächsischer Ministerpräsident und Hoffnungsträger der SPD, sie Korrespondentin beim „Focus“. Ihretwegen hatte er sich von seiner dritten Ehefrau „Hillu“ getrennt. „Das war keine Affäre, das ist eine ernsthafte Beziehung“, sagt der SPD-Politiker später dem „Stern“.

Schröder und die Frauen – eine lange Geschichte. Das Macho-Image ist der Altkanzler nie losgeworden. Zum ersten Mal heiratet er 1968, im Alter von 24 Jahren. Die Ehe mit Eva Schuhbach, einer Bibliothekarin, hält nur drei Jahre. 1972 folgt das nächste Ja-Wort mit Anne Taschenmacher, einer Lehrerin. Die Ehe scheitert 1984, kurze Zeit später heiratet Schröder Hiltrud Schwetje, eine Tierschützerin und Atomkraft-Gegnerin.

Spekulationen um ein weiteres Ehe-Aus hatte es immer wieder gegeben. Der 70-jährige Altkanzler und die rund zwanzig Jahre jüngere Schröder-Köpf waren zuletzt häufiger allein in der Öffentlichkeit aufgetreten. So besuchte Schröder am Wochenende das Bundesligaspiel von Hannover 96 gegen Borussia Dortmund, seine Frau eine Filmpremiere.

Mehrfach hatte Schröder erkennen lassen, dass ihm der private Rollentausch nicht leicht falle. Die Kinder in die Schule zu bringen, habe er erst lernen müssen, gestand er einmal. Seine Frau hatte zuletzt ihre eigene Karriere vorangetrieben, wollte nicht auf Dauer nur die Gattin des Bundeskanzlers a.D. sein. „Ich werde wahrscheinlich in meinem Leben zu keinem gut funktionierenden Hausmann mehr werden“, räumte er einmal in einem Interview ein. Nun ist es mit dem gemeinsamen Haushalt ohnehin vorbei.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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