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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Blutbad in Goldenstedt – war es der „Problem-Wolf“?

06.10.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-10-06T08:56:27Z 280 158

Neun Schafe Getötet:
Blutbad in Goldenstedt – war es der „Problem-Wolf“?

Goldenstedt/Barnstorf/Hannover Neun tote und fünf verletzte Schafe, das ist die Bilanz eines möglicherweise erneuten Wolfsangriffs in Goldenstedt (Landkreis Vechta). Der Besitzer der Schafherde kritisiert die bisherigen Maßnahmen des Umweltministeriums, weil offensichtlich selbst ein Elektrozaun den Wolf nicht abhalten konnte. Die CDU-Landtagsfraktion fordert rasche Konsequenzen.

„Ein Wolf, der sich auch durch Elektrozäune nicht abschrecken lässt und ein regelrechtes Blutbad auf der dahinterliegenden Weide anrichtet, muss umgehend aus der Population entnommen werden“, erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann am Montag nach der Sitzung des Umweltausschusses in Hannover. Offenbar reichten die von der rot-grünen Landesregierung vorgegebenen Präventionsmaßnahmen nicht mehr aus.

„Ich verlange nicht, dass er abgeschossen wird, aber er muss aus der freien Natur entnommen werden“, sagte Schafzüchter Tino Barth im NDR-Fernsehen. Nach seinen Angaben waren sowohl Schutzzaun als auch Stromstärke höher als empfohlen. Der Wolf könne nur drüber gesprungen sein. „Was wollen wir denn noch machen?“

Der örtliche Wolfsberater Torsten Schumacher geht von einem Wolfsangriff aus. Die endgültige Gewissheit soll ein DNA-Test bringen. Das Ergebnis dürfte allerdings erst in einigen Wochen vorliegen.

In den Kreisen Vechta und Diepholz wurden seit Ende 2014 mehr als 100 Nutztiere gerissen – möglicherweise von derselben Wölfin. Die CDU spricht vom „Goldenstedter Problemwolf“.