• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Einsatz für kulturelles Erbe

10.09.2018

Elsfleth /Oldenburg Zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ haben Politiker und Denkmalschützer in Bremen und Niedersachsen die positive Bedeutung von Migration und kulturellem Austausch in Europa betont. Der Tag helfe, die europäische Eingebundenheit Deutschlands in der Tiefe zu verstehen, sagte Senatspräsident Carsten Sieling (SPD) bei der Bremer Eröffnung im St.-Petri-Dom. Doch sei der kulturelle Austausch bedroht durch einen Nationalismus, der in Abgrenzung und Ausgrenzung münde. Dagegen stehe der Tag des offenen Denkmals für Weltoffenheit.

Bremens Landeskonservator Georg Skalecki sprach von Denkmälern als Symbolen des interkulturellen Austausches. Der Tag des offenen Denkmals wolle insofern auch ein Zeichen gegen bornierte Bestrebungen nationalistischer Abgrenzungen setzen.

Bei der niedersächsischen Eröffnung im Elsflether Schiffahrtsmuseum würdigte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern für den Erhalt des Kulturguts. „Dieser Einsatz für unser gemeinsames kulturelles Erbe verstärkt die Wirkung des Tags und erhöht die gesellschaftliche Akzeptanz für die Denkmalpflege“, bekräftigte der Minister.

In diesem Jahr feierte der Aktionstag sein 25-jähriges Bestehen und wurde im Zusammenhang mit dem laufenden Europäischen Kulturerbejahr organisiert. Unter dem bundesweiten Motto „Erleben, was uns verbindet“ sollten in Bremen und Niedersachsen rund 710 private und öffentliche Denkmale ihre Türen für Besucher öffnen. Darunter waren Kirchen und Klöster, Burgen und Schlösser sowie Fabriken, Mühlen und andere historische Bauwerke genauso wie technische Denkmäler.

Skalecki und in Elsfleth auch die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Christina Krafczyk, betonten, es gelte, das reiche baukulturelle Erbe zu bewahren. Krafczyk ergänzte, es müsse gleichzeitig als Leitbild einer neuen Kultur von Werterhaltung für Gegenwart und Zukunft begriffen werden.

Skalecki sah dieses Erbe vor allem in Städten bedroht. Auf allen historischen Altstädten laste ein hoher Veränderungsdruck, warnte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in Deutschland und forderte: „Neubauten müssen sich integrieren und in Maßstab, Höhe und Materialität anpassen.“

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.