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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Aus Mangel An Hebammen: Keine Geburten mehr am Wochenende in Emden

04.10.2019

Emden Aus Mangel an Hebammen sind im Klinikum Emden Geburten bis auf weiteres nur noch an Wochentagen von Montag bis Freitag möglich. An den Wochenenden müssen werdende Mütter in die Kliniken in Leer oder Aurich ausweichen, bestätigte das Klinikum am Mittwoch. Zuerst hatte die „Emder Zeitung“ (Mittwoch) darüber berichtet. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft spricht von Ausnahmefällen.

Weil das Krankenhaus keine neuen Hebammen finde, bleibe der Kreißsaal vorerst am Wochenende geschlossen, hieß es aus Emden. Derzeit seien nur fünf von 7,5 Stellen besetzt. Der Arbeitsmarkt sei leer gefegt. In der Woche bleibe jedoch alles wie bisher. Die Schwangeren in der Region seien über die neue Regelung informiert. In diesem Jahr seien bis zum 30. September in Emden 511 Babys zur Welt gekommen.

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft räumte auf epd-Anfrage ein, dass es vereinzelt immer wieder Probleme bei der Versorgung mit Hebammen gebe. Schuld sei der Fachkräftemangel, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Marten Bielefeld. Dennoch sei mit landesweit 70 Geburtshilfen die flächendeckende Versorgung der Schwangeren gesichert.

Problematisch könne es jedoch in den ländlichen Regionen werden, sagte Bielefeld. Auf den ostfriesischen Inseln würden beispielsweise seit Jahren keine Babys mehr in den Insel-Krankenhäusern geboren. Die Mütter müssten rechtzeitig die Kliniken auf dem Festland aufsuchen.

Ob die gerade von der Politik beschlossene Akademisierung des Hebammenberufes hilfreich sei, um die Attraktivität des Berufes zu steigern, bleibe abzuwarten. Bielefeld sah jedoch Handlungsbedarf in den Krankenhäusern: Viele Hebammen hätten den Kliniken den Rücken gekehrt, weil sie mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden gewesen seien. Heute kümmerten sie sich freiberuflich um die Vor- und Nachsorge der Mütter. Es sei vorstellbar, dass bei besseren Arbeitsbedingungen zumindest einige Hebammen in die Krankenhäuser zurückkehrten.

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