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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Ende von Hochschul-Allianz beschlossen

15.10.2014

Hannover /Braunschweig /Clausthal Ende einer von Anfang an kritisch begleiteten Beziehung: die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) wird zum 1. Januar 2015 aufgelöst. Damit gehört der Verbund aus Leibniz-Universität Hannover (LUH), Technische Universitäten Braunschweig (TUBS) und Technische Universität Clausthal (TUCL) der Vergangenheit an. „Es gibt kein Weiterso“, zieht Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) einen Schlussstrich unter einen Versuch, der seit 2009 rund 25 Millionen Euro dem Land gekostet hat. Ein internationales Gutachtergremium hat das Aus für die NTH empfohlen.

„Wir haben die Ziele nicht erreicht“, räumt die Ministerin unumwunden ein. Von der NTH sollte eine neue Strahlkraft ausgehen – sowohl national wie international. Doch weder in den Rankings ausgezeichneter Einrichtungen taucht die NTH auf, „noch haben es die Verantwortlichen geschafft, nennenswerte Drittmittel einzuwerben“, kritisiert die Ministerin.

Heinen-Kljajic hält dennoch an der Absicht fest, enge Strukturen in der Wissenschaftsregion Hannover/Braunschweig einzuziehen. Dazu erhalten die bisher an der NTH Beteiligten einen Aufgabenkatalog. Hannover und Braunschweig bleiben aufgefordert, „einen Masterplan vorzulegen, also ein ambitioniertes und zukunftsweisendes wissenschaftliches Konzept“, betont die Ministerin, die weiter „ein erhebliches Potenzial in den Natur-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften“ sieht. Für Clausthal empfehlen die Gutachter „eine eigene Zukunftsplanung“.

Für die Studierenden an allen Einrichtungen ändert sich zunächst nichts. Gleiches gilt für laufende Kooperationen und Forschungsvorhaben. Die Gremien der NTH werden allerdings aufgelöst.

Kritik äußern CDU und FDP. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass Frau Heinen-Kljajic ein Projekt, das sie stets abgelehnt hat, jetzt so schnell wie nur irgend möglich abwickeln will“, vermutet der FDP-Wissenschaftspolitiker Christian Grascha. Und für den Unions-Experten Jörg Hillmer agiert die „Wissenschaftsministerin ohne jede Strategie. Sie zerschlägt die NTH, ohne einen eigenen Vorschlag, wie es jetzt weitergeht“, bedauert Hillmer. „Zerstören statt gestalten scheint das Motto ihrer Politik zu sein“, ergänzt der CDU-Landtagsabgeordnete.

Bei den Grünen trifft die Entscheidung auf große Zustimmung.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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