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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

TRANSRAPID: Fahrsperre löst kontroverse Debatte aus

13.02.2007

[SPITZMARKE]HANNOVER HANNOVER/DPA - Im Landtags-Untersuchungsausschuss zum Transrapid-Unglück im Emsland mit 23 Toten haben Vorschriften zur Setzung einer Fahrsperre eine kontroverse Debatte ausgelöst. Nach Aussagen des Betreibers war vor der Unglücksfahrt im vergangenen September eine solche Sperre zur Vermeidung von Zusammenstößen nicht unbedingt zu setzen. Der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft IABG, Professor Rudolf Schwarz, sagte am Montag im Untersuchungsausschuss in Hannover, bei der Situation am Unglückstag „war die Fahrsperre nicht zwingend einzusetzen“. Er widersprach damit der Darstellung des TÜV.

Auch Ausschuss-Mitglieder folgten der Darstellung des Betreibers nicht. Möglicherweise habe eine falsche Auslegung einer Sicherheitsvorschrift zur Aktivierung der Fahrsperre das Unglück verursacht. Auf der Teststrecke in Lathen war ein Magnetschwebezug auf einen stehenden Wartungswagen geprallt. Die Fahrwegsperre sieht vor, dass im Leitstand der Transrapidstrecke am Computer eine Sperre für einen Streckenabschnitt eingeschaltet wird, sobald dort ein Fahrzeug eingefahren ist. Dies verhindert dann das Hereinfahren weiterer Züge.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Jörg Bode, sagte, die Betriebsvorschrift ergebe eindeutig, dass die Sperre hätte aktiviert werden müssen. „Die Auffassung der IABG können wir nicht teilen.“ IABG-Geschäftsführer Schwarz habe „eigene Interpretationen“ der Betriebsvorschrift wiedergegeben, „die sich der Ausschuss nicht zu eigen macht“, sage Bode.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Dinkla sagte, es sehe so aus, als habe es zwischen dem TÜV und dem Betreiber unterschiedliche Interpretationen dazu gegeben, wann eine Fahrwegsperre gesetzt werden müsse. Ein Mitarbeiter vom TÜV Rheinland hatte in einer früheren Ausschuss-Sitzung gesagt, er habe der Betreibergesellschaft nach dem Unglück geschrieben, das die Sicherheitssperre zwingend notwendig sei. „Wenn alle Regeln eingehalten worden wären, hätte der Unfall nicht passieren können.“

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