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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Fall Högel: Kritik an Beschluss des OLG

05.12.2015

Delmenhorst „Menschlich nicht nachvollziehbar“ – so nennt die Delmenhorster Rechtsanwältin Gaby Lübben die jüngste Entscheidung des Oberlandesgericht Oldenburg im Fall des Klinikmörders Niels Högel. Das Gericht hatte bestätigt, dass ein ehemaliger Oberstaatsanwalt und Högel-Ermittler nicht wegen Rechtsbeugung und Strafvereitlung im Amt zur Rechenschaft gezogen werden muss. Dem Beamten war vorgeworfen worden, er habe nach Übernahme des Falls 2011 keine weiteren Ermittlungen und Exhumierungen veranlasst, obwohl es längst Hinweise auf mögliche weitere Taten des Ex-Krankenpflegers gab.

Lübben, die im Fall Högel die Nebenklage vertritt, sagte am Freitag: „Anscheinend hält die Justiz eine Ermittlungsblockade von bis zu zehn Jahren für in Ordnung. Dies erscheint um so mehr verwunderlich, als dass im letzten Prozess gegen den Krankenpfleger ein Polizeibeamter gesagt hat: ,Wenn es nach der Polizei gegangen wäre, hätte man schon 2005/2006 vollumfänglich exhumiert. Dies war von der Staatsanwaltschaft aber nicht gewollt!‘“

Högel war 2005 auf frischer Tat im Klinikum Delmenhorst ertappt worden. Mittlerweile sitzt er als verurteilter Mörder im Gefängnis.

Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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