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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Islamisten: Familie wollte Ungläubige töten

19.08.2016

Hannover Wurde die Terrorgefahr durch Islamisten aus Hannover von Sicherheitsbehörden lange Zeit unterschätzt? Viele Ungereimtheiten begleiten die Aufklärungsarbeit durch Landtagsabgeordnete. Vor allem die Opposition beklagt sich bitter, dass das Innenministerium, das Justizressort und der Verfassungsschutz „mauern“. In der Sondersitzung des Verfassungsausschusses erklärt ein Vertreter des Justizministeriums den Parlamentariern kühl: „Es gibt Verfahren, bei denen der Kreis der Wissenden klein bleiben muss.“ Abgeordnete gehören offensichtlich nicht dazu.

Doch immer deutlicher schält sich ein regelrechtes Netzwerk von Islamisten in der Landeshauptstadt heraus. Man kennt sich von Koranverteilaktionen und Moschee-Besuchen, chattet miteinander. Da heißt es: Man wolle „Ungläubige töten“.

Im Mittelpunkt der Islamisten-Gruppe: Safia S. (16), in Untersuchungshaft wegen Mordversuchs. Sie verübte am 26. Februar ein lebensgefährliches Messerattentat auf einen Bundespolizisten im Bahnhof. An zweiter Stelle: Der Bruder Saleh S. (18), der nach Syrien reisen wollte, um sich dem IS anzuschließen. Er landet stattdessen in einem türkischen Knast. Jetzt sitzt Saleh S. in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie in Moringen. Auf sein Konto soll das Brandattentat auf Passanten in Bahnhofsnähe am 6. Februar gehen, bei dem Saleh S. vom Dach eines Einkaufszentrums Molotow-Cocktails warf. Zwei Menschen wurden verletzt. Ein Glück, das weitere Molotow-Cocktails versagten. Die Staatsanwalt ermittelt wegen versuchten Mordes.

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Der Dritte, ein Flüchtling aus Afghanistan und Chatfreund von Saleh S., wollte sich als Selbstmordattentäter in Kabul in die Luft sprengen und viele Nato-Soldaten mit sich reißen. Das sagt der Verfassungsschutz. Amed A. (23) gilt weiter als hochgefährlich, auch wenn er im letzten Mai eine Deutsch-Türkin, Nur G., aus Hannover nach islamischen Ritus heiratete. Verdacht: Beide planen jetzt Selbstmordattentate. Beiden wurde der Pass vorsichtshalber von Behörden entzogen.

Beim Vierten, Mohammad Hassan K. (19), laufen die Ermittlungen des Generalbundes wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung. Der Misburger soll gemeinsam mit anderen einen Anschlag auf das abgesagte Fußballländerspiel Deutschland/Niederlande geplant haben. Laut „Spiegel“ gibt es ein Zehn-Sekunden-Video von Hassan K. aus dem geräumten Fußballstadion. Dort fordert Hassan K. – in einer Ordnerweste des DFB – zum Kampf mit dem IS auf: „Betet für Rakka“, der IS-Hauptstadt in Syrien. Wie kam Hassan K. ins Stadion? Eine der Fragen zur Terrorzelle.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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