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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Geheimnisvoller Spender in Wildeshausen: Politik will 7300 Euro annehmen

18.07.2012

WILDESHAUSEN Die Meinung war einhellig: „Die Bürger würden uns für verrückt erklären, wenn wir die Spende nicht annehmen würden“, sprach die SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann wohl vielen Ratsvertretern aus dem Herzen. Am Dienstag wurden die Weichen gestellt, damit der Stadtrat am Donnerstag über die Annahme einer Spende in Höhe von 7300 Euro entscheiden kann.

Ein anonymer Geldgeber hatte der NWZ  in Wildeshausen in der Nacht zu Montag einen Briefumschlag mit 7300 Euro in bar in den Briefkasten gesteckt. Im beiliegenden Schreiben bittet der Spender NWZ -Redakteur Stefan Idel, das Geld Bürgermeister Dr. Kian Shahidi zu überbringen. Die Mittel sind zweckgebunden: Mit den 7300 Euro soll die Zufahrt zum Krandelparkplatz ausgebaut werden. Weiterhin heißt es in dem Brief: „Sollte die Stadt das nicht bis zum Gildefest 2013 schaffen, soll das Geld an Herrn Sasse vom VfL übergeben werden.“ Der VfL-Vorsitzende solle in diesem Fall eine Sommerparty veranstalten. Der Spender selbst bezeichnet sich als „Wildeshauser, Freund der Gilde, VfL und Feuerwehr“.

In der Hauptsatzung der Stadt ist geregelt, dass über die Annahme von Spenden, die eine Summe von 100 Euro übersteigen, der Rat zu entscheiden habe. Shahidi holte zudem den Rat der Kommunalaufsicht ein, ob er die Zuwendung eines Anonymus annehmen dürfe. Aus dem Kreishaus kam am Dienstag „grünes Licht“. Und Ingo Marek vom Niedersächsischen Innenministerium sagte, der Bürgermeister dürfe das Geld bis zu Entscheidung des Rats verwahren. „Ich freue mich sehr über die Spende“, betonte der Bürgermeister gegenüber der NWZ . Noch am gleichen Tag informierte die Verwaltung im „Umlaufverfahren“ die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat.

„Wir werden zustimmen“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Lars Kosten. Und Traute Sandkuhl (Grüne) meint: „Wir brauchen jeden Euro.“ Sie bezeichnete die Spende als „unendlich großzügig“. Da Sportler, Feuerwehr und Gilde von dem Geld profitieren würden, handele es sich letztlich um einen „sozialen Zweck“. Rainer Kolloge (UWG) sagte: „Wenn wir schon so eine Spende haben, sollten wir sie annehmen.“ Er glaube kaum, dass das Geld aus „krummen Geschäften“ stamme.

Positiv äußerte sich auch CDU-Fraktionschef Wolfgang Sasse. Er hatte im Ausschuss beantragt, den Weg zum Krandel zu verbreitern, um die Verkehrssituation zu entschärfen. Sasse ergänzte aber noch: „Schön, dass mir der anonyme Spender zutraut, eine Fete zu organisieren.“

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

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