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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Zentralrat der Juden protestiert gegen Verleihung

15.02.2019

Göttingen Der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert gegen die geplante Verleihung des Göttinger Friedenspreises an einen Verein, der sich für die Rechte der Palästinenser einsetzt und den der Zentralrat als antisemitisch einstuft. Der Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ sei ein Unterstützer von Veranstaltungen der gegen Israel gerichteten Boykottbewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen), schreibt Zentralrats-Präsident Josef Schuster in einem Brief an Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Köhler verlangte, den Vorwurf auszuräumen oder die Preisverleihung auszusetzen.

Die Kritik der BDS-Kampagne richtet sich nach Ansicht des Zentralrats nicht nur gegen die Politik Israels, sondern gegen alle in Israel lebenden Menschen. Er rief Köhler dazu auf, sich von der Preisverleihung zu distanzieren. Der Gemeindevorstand der Jüdischen Gemeinde Göttingen, Achim Doerfer, kritisierte in der „Jüdischen Allgemeinen“, es gehe nicht an, dass Stadt, Sparkasse und Universität die Preisverleihung an die Gruppe unterstützten.

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