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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

LANDFRAUENTAG: Hätschelei macht Kinder unselbstständig

08.09.2006

OLDENBURG /HANNOVER Familienforscher Dr. Albert Wunsch plädierte beim 1. Landfrauentag Weser-Ems für „Erziehung in liebevoller Konsequenz“. Kinder müssten Eigenverantwortung lernen.

Von Hans Drunkenmölle OLDENBURG/HANNOVER - Eltern sollten ihren Kindern „angemessene Grenzen setzen“ und sie „nicht aus falsch verstandener Liebe verhätscheln“. Dazu hat Niedersachsens Sozial- und Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) ermutigt. Es sei falsch, Kindern jeden Wunsch von den Lippen abzulesen und sofort zu reagieren, wenn diese sich räusperten, betonte die Ministerin vor mehr als 600 Zuhörerinnen beim 1. Landfrauentag des Landfrauenverbandes Weser-Ems gestern in Oldenburg.

Rückendeckung erhielt die Politikerin vom Familienforscher Professor Dr. Albert Wunsch von der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen in Neuss: Allzu viele Eltern tappten immer wieder in die „Verwöhnfalle“ und leisteten den Kleinen damit einen Bärendienst: „Wer Kinder und Jugendliche auf ein Leben in Selbstständigkeit und Eigenverantwortung vorbereiten will, kann nicht für sie handeln“, sagte der Wissenschaftler.

Erziehung müsse vielmehr in einer Atmosphäre „liebevoller Konsequenz“ klare Orientierung geben und Schlüsselqualifikationen wie Zielstrebigkeit, Mut, Kraft, Geschick und Ausdauer vermitteln, dazu die „Fähigkeit, gemeinsam mit anderen zu handeln“. Zur Vermittlung von Wissen und sozialer Kompetenz sei permanentes Training notwendig, bei dem die Trainer die Hürden durchaus etwas höher legen dürften: „Das erhöht später die Erfolgschancen im alltäglichen Wettkampf“, sagte Wunsch.

Wer in jungen Jahren Eigenverantwortung lerne, sei auch „in der Lage, das Leben gut zu meistern“, betonte die Landfrauen-Bundesvorsitzende Erika Lenz, die auf das große ehrenamtliche gesellschaftliche Engagement des rund 550 000 Mitglieder (Weser-Ems: 30 000) zählenden Verbandes verwies. Diese Leistung müsse in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung einfließen, damit ihr sozialer Nutzen endlich zutreffend eingeschätzt werden könne. Lenz warnte die Kommunen davor, nicht mehr bezahlbare Tätigkeiten in ehrenamtliche umzuwandeln. Umgekehrt sei es „untragbar“, klassische ehrenamtliche Tätigkeiten von Ein-Euro-Jobbern erledigen zu lassen. Die Bundesvositzende forderte darüber hinaus ein Honorar für den Einsatz von Landfrauen bei Schulprojekten.

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